Dieses Schmuckstück blieb Königin Letizia verwehrt

Königin Letizia von Spanien, 48, ist für ihren exquisiten Modegeschmack bekannt und eine Inspiration für unzählige Frauen. Jedes Teil, das sie trägt, scheint sie mit Bedacht auszuwählen – das gilt auch für ihren Schmuck. Als Oberhaupt der spanischen Monarchie besitzt die 48-Jährige eine beachtliche Sammlung an Kostbarkeiten, darunter auch eine Reihe Kronjuwelen, die von Regent zu Regent weitergeben werden – bis auf eine Ausnahme!

Die Rede ist von den sogenannten "Joyas de Pasar", zu Deutsch: "Schmuck, der überreicht wird". Es handelt sich dabei um eine Auswahl von Schmuckstücken, die ursprünglich Königin Victoria Eugenia von Battenberg und Windsor gehörten, besser bekannt als Königin Ena und Ehefrau des früheren spanischen Königs Alfons XIII. In ihrem Testament verfügte sie 1963, dass besagte acht Kronjuwelen – das Diadem "Flor de Lis", drei Colliers, ein Armband, ein Paar Ohrringe sowie zwei Broschen – immer an den nächsten Monarchen weitergereicht werden sollten. 

Eine Brosche besitzt Königin Letizia trotz des Testaments nicht

Somit müssten sich alle Schmuckstücke derzeit im Besitz von Königin Letizia befinden – tun sie aber nicht. Eine der beiden Broschen, eine mit Diamanten besetzte Schleife, wird regelmäßig von Simoneta Gómez-Acebo, 52, getragen, der Cousine von König Felipe VI., 53. Das berichtet die spanische Zeitung "Vanitatis". Sie soll das kostbare Schmuckstück von ihrer Großmutter und Ex-Königin María de las Mercedes de Borbón y Orléans für ihre Hochzeit 1990 erhalten haben. Eigentlich hätte die Brosche an Marías Sohn und damaligen König Juan Carlos, 83, und dessen Ehefrau Sofia, 82, weitergereicht werden sollen. Es ist also bereits die zweite Generation von Königinnen, die nicht in Besitz des Kronjuwels ist.

Ob es sich dabei allerdings wirklich um eine Missachtung des Testaments von Königin Ena handelt oder um einen bewussten Bruch mit der Tradition zu Gunsten einer liebevollen Geste, ist nicht überliefert.

Die Diamantenbrosche sah ursprünglich anders aus

Heute hat sich die besagte Brosche ohnehin verändert. Ursprünglich befand sich an der Diamantenschleife von Königin Ena eine große, tropfenförmige Perle, die fälschlicherweise für die "La Peregrina" gehalten wurde und zu den legendärsten Juwelen Europas zählt. Sie soll ursprünglich Mitte des 16. Jahrhunderts von einem afrikanischen Sklaven an der Küste der Insel Santa Margarita im Golf von Panama gefunden worden und kurz darauf in den Besitz des spanischen Königshauses übergegangen sein.

Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Perle jedoch noch einige Male ihren Besitzer, zu ihnen gehörte auch Mary Tudor, bis sie schließlich 1969 von Richard Burton für rund 37.000 US-Dollar bei einer Auktion in New York ersteigert wurde – als Geschenk an seine Ehefrau Elizabeth Taylor. Nach Taylors Tod im März 2011 wurde die Perle, die mittlerweile ein prächtiges Collier von Cartier ziert, wiederum an einen privaten Käufer aus Asien für einen Rekordwert von 11.8 Millionen US-Dollar verkauft. 

Die “La Peregrina II” befand sich an der Brosche

An der Brosche aus der "Joyas de Pasar"-Sammlung hing unterdessen eine weitere, tropfenförmige Perle, die von Königin Ena bis zuletzt für die wahre und echte "La Peregrina"-Perle gehalten wurde. Mehrere Gutachten konnten dies aber nicht bestätigen und so wurde sie "La Peregrina II." getauft.

Ob mit Brosche oder ohne – Königin Letizia scheint jedenfalls auch an den verbliebenen Schmuckstücken Freude zu haben. Die spanische Königin wird immer wieder zu besonderen Anlässen mit dem Diadem, den Ohrringen oder der Perlenkette gesehen und wird diese dann eines Tages ihrer ältesten Tochter Leonor, 15, vererben.

Verwendete Quellen:vanitatis.elconfidencial.com, highjewellerydream.com

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