Bosse veröffentlicht sein neues Album “Sunnyside”

Bosse veröffentlicht heute sein neues Album “Sunnyside”. „Sunnyside“ ist lässig und warm, es ist tanzbar und nah, es schließt nicht aus, sondern umarmt zu einem großen Und. Es ist melancholisch und macht Spaß, es erreicht das Herz, und die Streaming Welt, es ist persönlich, wie ich es mir von Bosse erhoffe und er besingt die großen Themen unserer Zeit wie es bitter notwendig ist. Ihm ist es gelungen neu zu klingen, ohne sich beim Zeitgeist anzubiedern. Und darin liegt sein großes Talent: Bosse bewegt sich und wächst mit der Zeit immer weiter und behält dabei seine Wurzeln. Ein Baum? Nein. Ein Popmusiker.

Die Sonnenblume ist das Symbol des Albums. Sie steht für den melancholischsten Optimisten, den ich kenne und für das über sich hinauswachsen. In der Aktion #zusammenwachsen verteilt Bosse Sonnenblumensamen an tausende seiner Fans und sät selbst ein großes Feld aus. Miteinander wachsen, in einer Zeit, in der man glaubt, man sei allein.

Es geht viel um innere Kämpfe, aber auch um die Zeit nach dem Tunnel. “Dann bist du wieder auf der Sunnyside, ab da geht alles von allein”. Immer weiter. Immer weiter. Das Schlimmste, was Aki passieren könnte, ist stehenzubleiben.

Kopf in Sand gibt es nicht. Dieses in Bewegung sein müssen, kennt man schon aus früheren Liedern. Hier hört man es in “Ich Vagabund” und “Der Sommer”. Und noch zwei weitere Sachen findet man, die sonst eher privat bleiben: In den Texten gibt es jetzt eine Art lustige, entwaffnende Ehrlichkeit. Bosse fragt in “Nebensaison”, ob sie ihn dann auch liebt: “In der Nebensaison, wenn aus mir nur Leere rauskommt, wie aus Ballermann-Songs”. Ich erinnere nochmal an die Joggingklamotten, die Bosse in so einer Produktionszeit nicht auszieht und den Zweifel am Abendbrottisch.

Foto: (c) Marco Sensche

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