Corona verändert die Risiken für die Versicherungen

Weniger Unfälle, aber mehr Cyber-Attacken:

Die Corona-Pandemie hat nach Einschätzung der Allianz langfristige Auswirkungen auf Versicherungen. Im ersten halben Jahr der Corona-Krise sind in manchen Bereichen des Firmenkundengeschäfts die Sach- und Haftpflichtschäden zurückgegangen, weil es weniger Unfälle gab. Auf der anderen Seiten steigen die Risiken von Hackerangriffen, wenn viele Arbeitnehmer in vergleichsweise schlecht gesicherten Heimbüros auf Firmennetzwerke zugreifen.

Kosten von 110Milliarden Dollar

Nach einer Schätzung der britischenVersicherungsbörse Lloyd‘s könnte Covid-19 für die Branche in diesem Jahrweltweit Kosten von 110 Milliarden Dollar bedeuten. Die Allianz selbst hatbislang 450 Millionen Euro für Corona-Schäden zurückgestellt. Der Großteildavon entfällt auf die Ausfallversicherung von Filmen, Fernsehproduktionen undGroßveranstaltungen, wie Allianz-Vorstandsmitglied Thomas Sepp erläuterte.

Weniger Schädenim Flugverkehr

Einen starken Rückgang der Schäden ummehr als die Hälfte gab es dagegen in der Luftfahrtversicherung: Da derFlugverkehr im Frühjahr weitgehend zum Erliegen kam, gab es nicht nur wenigerSchäden an Flugzeugen und Flughäfen – es gab auch sehr viel weniger Unfälle vonPassagieren auf Flughäfen und in Flugzeugen. Die schwere Krise der Luftfahrtkönnte nach Einschätzung der Allianz-Fachleute aber langfristig sogarAuswirkungen auf die Sicherheit haben, wenn Flughäfen, Wartungsfirmen undFluggesellschaften Personal abbauen und erfahrene Mitarbeiter vor die Türsetzen: Das könne insgesamt „zum Verlust von Know-how und auch Praxis führen“,sagte Allianz-Schadenmanager Philip Cremer.

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