Illinois: Entlaufener Hund aus Versehen eingeschläfert

Behörde in Illinois spricht von „Kommunikationslücke“

Als Pitbull Dada in Champaign (US-Bundesstaat Illinois) weglief und kurz vor Weihnachten in einem Tierheim abgegeben wurde, war seine Besitzerin Monica Lopez zunächst erleichtert: “Sie sagten, er sei sicher und habe es warm”, erklärt sie auf Facebook. Doch sie sollte ihr geliebtes Haustier nicht mehr lebend in die Arme schließen können: Bevor sie ihn abholen konnte, wurde Dada eingeschläfert.

„Heute ist ein grauenvoller Tag“

Wie das Nachrichtenmagazin “Wand” berichtet, war Dada am 18. Dezember entlaufen. Monica fand heraus, dass er bei der örtlichen “Animal Control”, der Tieraufsichtsbehörde von Champaign, abgegeben wurde. “Sie haben gesagt, wegen der Feiertage könne ich ihn erst heute abholen”, schrieb Dadas Besitzerin am 28. Dezember auf Facebook. Doch offenbar wurde das den Verantwortlichen des Tierheims nicht mitgeteilt: Sie gingen davon aus, dass niemand mehr kommen würde, um den Pitbull abzuholen – und schläferten ihn gemäß der regionalen Richtlinien ein.

Monica lässt ihrer Trauer freien Lauf: “Heute ist ein grauenvoller Tag”, schreibt sie. “Sie erklärten mir, dass er an Weihnachten eingeschläfert wurde, obwohl sie gesagt hatten, er habe es sicher und warm. Du warst nicht nur ein normaler Hund. Du warst mein Herz, mein Baby, ein Engel. Flieg davon Papas. Mama vermisst dich jeden Tag, aber ich weiß, dass sie sich im Hundehimmel um dich kümmern.”

Regionale Behörde räumt Fehler ein

Darlene Kloeppel, County-Vorsitzende von Champaign, bestätigte, dass “Dada” getötet wurde. “Glücklicherweise sind solche Fehler selten”, erklärte sie laut “New York Post”. “Die Feiertage und der Urlaub unter den Mitarbeitern haben zwar für einzigartige Umstände gesorgt, es wurden jedoch beim Vorgehen der Animal Control zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um vergleichbare Kommunikationslücken in Zukunft zu vermeiden.”

Für Monica ist das kein Trost: “Dada wird Gerechtigkeit bekommen und ich weiß, dass nichts ihn zurückbringt, aber das darf nicht noch mehr Pitbulls passieren”, zitiert sie die “New York Post”. Auf Facebook teilen Tausende User Monicas Wut und Trauer. Auch örtliche Politiker des Countys fordern nun Veränderungen, so etwa Kyle Patterson: “Es ist mir egal, ob es ein Feiertags-Wochenende war. Es ist mir egal, ob es einen Mangel an Kommunikation gab. Das ist inakzeptabel und es muss Verantwortung übernommen werden”, erklärte er gegenüber “Fox Illinois”.


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