Kulturelle und sportliche Glanzpunkte

In Bludenz sieht man dem bevorstehenden Sommer mit großerVorfreude entgegen. Mit zahlreichen Festen sowie sportlichen und kulturellenVeranstaltungen hofft man in der Alpenstadt allmählich wieder zur Normalitätzurückkehren zu können.

Mit einem geballten kulturellen Veranstaltungsreigenvermochte Bludenz im Frühjahr national, wie auch international für Aufsehen zusorgen. Diesen Schwung will man nun in den Sommer mitnehmen. Entsprechend großist die Vorfreude bei Bürgermeister Simon Tschann auf die bevorstehendenSommermonate. Im Interview spricht der neue Stadtchef zudem über sportlicheSchwerpunkte sowie weitere Ziele und Vorhaben in naher Zukunft.

Herr Tschann, Sie erleben nun den ersten Sommer alsBürgermeister der Alpenstadt, wie sind Ihre Erwartungen für die nächstenMonate?

Bgm. Simon Tschann: Ich hoffe, dass der Sommer entspannt wird. Entspannt in vielerlei Hinsicht – vor allem, was die Corona-Situation betrifft. Wir alle bekommen nun langsam Schritt für Schritt unser normales Leben zurück und ein normaler Sommer in Bludenz hat es wirklich in sich. Ich freue mich auf sportliche Top-Ereignisse, ich freue mich auf wirklich beeindruckende Kulturveranstaltungen, ich freue mich auf die Bludenzer Innenstadt und auf die zahlreichen Feste in unseren Lokalen und Altstadtgassen. Auch die Umgebung von Bludenz hat natürlich ein hohes Freizeitpotenzial. Am meisten freue ich mich aber darauf, dass wir uns alle wieder unter fast schon normalen Umständen treffen können.

Bludenz hat in den letzten Wochen und Monaten alsKulturstadt gepunktet. Wie ist diese Entwicklung zu verstehen?

Bgm. Simon Tschann: Unser Dank gilt vor allem dem sehr, sehr treuen Publikum. Ohne dieses tolle Publikum wären die Veranstaltungen einfach nicht möglich gewesen. Kulturstadtrat Cenk Dogan und sein Team im Bludenzer Kulturamt haben ganze Arbeit geleistet. Wir hatten das erste Rockkonzert in Österreich, wahrscheinlich sogar in Europa, am 16. März in der Remise.

Es hat sich gezeigt, dass die Zusammenarbeit mit lokalen undregionalen Künstlern super klappt und deshalb will Bludenz Kultur das auch alsweiteren Schwerpunkt in den kommenden Jahren so beibehalten. Meine Gratulationgilt dem gesamten Team – Bludenz kann stolz auf so eine Kulturbühne sein, wiees die Remise ist. Im Sommer werden wir die Veranstaltungen zudem öfters insFreie verlegen. Wie beispielsweise die Alpinale oder das Jazz- undGroove-Festival.

Sie haben es angesprochen, Bludenz wird sportlicher, ist dasmit Ihren Interessen zu erklären oder was ist der Grund dafür?

Bgm. Simon Tschann: (lacht) Natürlich bin ich sportbegeistert und war selber über viele Jahre aktiver Fußballer. Die Sportstadt Bludenz hat schon ihre Qualitäten. Jeder kann bei einem Spaziergang über den Montikel einen Blick auf das Stadion, den Kunstrasenplatz, die Tennisplätze, die Tennishallen, das Eisstockzentrum oder das Sportbecken des Val Blu werfen und sieht, welches Potenzial hier liegt. Solche Sportstätten haben andere Orte auch, aber selten in einer derartigen Konzentration und in unmittelbarer Nachbarschaft. Dieses Potenzial gilt es zu schärfen und in Zukunft noch mehr zu nützen.

Was ist darunter zu verstehen?

Bgm. Simon Tschann: Darunter verstehe ich, dass wir das auch marketingtechnisch für uns verwenden können. Ich glaube, dass so ein Trainingslager, wie es der SCR Altach in Bludenz macht, in Zukunft auch für andere, noch größere Sport- oder Fußballclubs von Interesse sein kann. Dazu wollen wir kontinuierlich diese Sportanlagen verbessern, aber letztendlich wollen wir vor allem den Bludenzerinnen und Bludenzern mit diesen Anlagen bestmögliche Rahmenbedingungen für die Ausübung ihres Freizeitsportes bieten. Das ist ein erklärtes Ziel. Unsere Jugend und der Nachwuchs werden dabei vermehrt in den Mittelpunkt gestellt. Das gilt auch bei der neuen Rodelbahn in Bludenz Hinterplärsch.

Wo sehen Sie weitere Ziele für die Zukunft?

Bgm. Simon Tschann: Da fällt mir vor allem der Bildungsbereich ein. Die Erweiterung des Schulcampus Bings ist fast abgeschlossen. Noch im Herbst beginnen wir mit dem Erweiterungsbau der Volksschule Bludenz Mitte und mit St. Peter beschäftigt sich aktuell eine Arbeitsgruppe. Vor allem die Volksschule Mitte wird die Schulsituation in Bludenz deutlich verbessern. Wir dürfen aber auch die anderen Standorte nicht aus den Augen verlieren.

Was sind weitere Vorhaben, die in den nächsten Wochen undMonaten wichtig sein werden?

Bgm. Simon Tschann: Wir haben in der Corona-Zeit gesehen, wie wichtig eine weitere Digitalisierung in der Verwaltung ist. Dazu haben wir nun ein Projekt in die Wege geleitet. Abläufe in der Verwaltung werden hinterfragt und für die Bürgerinnen und Bürger mithilfe der digitalen Möglichkeiten einfacher gemacht. Im Endeffekt soll das Ergebnis eine Verbesserung und eine Qualitätssteigerung unseres Serviceangebotes sein. Wir wollen vermehrt über digitale Kanäle kommunizieren und weitere Möglichkeiten des digitalen Amtsganges anbieten. Das ist mir persönlich wichtig und ich glaube, dass das auch für uns alle und letztendlich für die Bludenzer Wirtschaft ein bedeutender Schritt ist.Arbeitsschwerpunkt in allen städtischen Bereichen sind in den nächsten Jahren Nachhaltigkeit, Umwelt und Mobilität. Unser e5-Team ist sehr gut aufgestellt und mit der neu geschaffenen Umweltabteilung haben wir schon einiges in die Wege geleitet. E-Mobilität im städtischen Bereich – vom Bauhof bis hin zu den E-Bikes, die von den Mitarbeitern für Dienstgänge im Stadtgebiet genutzt werden. Auch ich bin vorwiegend in Bludenz mit dem Rad unterwegs.

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