"Mass Effect: Legendary Edition": Neue Kamerapositionen gegen Sexismus

  • Die “Legendary Edition” von “Mass Effect sagt Sexismus den Kampf an.
  • Neue Perspektiven sollen verfängliche Positionen vermeiden.
  • Zu den Details, welche die “Legendary Edition” von “Mass Effect” anders macht als die Original-Trilogie, zählt eine geschlechtsneutralere Kameraführung.

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Die “Legendary Edition” von “Mass Effect” bietet allerlei Verbesserungen im Vergleich zur ursprünglichen Sci-Fi-Trilogie. Eine davon ist quasi ein Anti-Sexismus-Fix: Kameraperspektiven, die ein Augenmerk auf die weiblichen Rundungen von Protagonistinnen warfen, wurden in der neuen Version verändert.

Während man beim Blick auf die weibliche Version der Heldenfigur Shephard oder Miranda in manchen Kameraeinstellungen auf den Po starren konnte, ist der Blick nun mehr auf Augenhöhe.

Zu verdanken ist das dem Character- und Environment-Director Kevin Meek, der offenbar beim Begutachten von Animationen Fragen stellte wie: “Warum wurde hier auf Mirandas Hinterteil fokussiert?”

Kenner der Trilogie denken da unter anderem an eine Szene, in der Miranda mit Commander Shepard über ihre Familie spricht. Statt sich auf die Gesichter zu konzentrieren, schweift der Blick der Kamera in der Originalszene aus “Mass Effect 2” hier auf das Gesäß von Miranda.

Feminismus-Patch für “Mass Effect”?

BioWares nachträgliche Vorsichtsmaßnahmen gegen digitalen Sexismus funktioniert auch in sitzender Position, wie Kevin Meek in einem Interview mit “Metro.co.uk” beteuert: “Eine männliche Shepherd-Animation, bei der er breitbeinig saß, wäre etwas unschmeichelhaft, wenn die Figur stattdessen einen Rock trug. Wir können nicht unbedingt die Animation an sich verändern, aber man kann die Kameraposition erhöhen, um das Problem zu reduzieren.”

Auch Aspekte wie eine harmonische Gesichtsform oder die Glättung von Falten beim weiblichen Shepard wurden für die Trilogie angewandt – nicht, um der Heldin eine Frischzellenkur in Sachen Schönheitsidealen zu verpassen, sondern damit sie grafisch mit dem männlichen Protagonisten mithalten kann. Alles, “damit sie in einem besseren Licht dasteht und das gleiche Qualitätsniveau hat” wie die männliche Version, erklärt Kevin Meek.

Zudem sollte die weibliche Shepard-Optik aus Teil 2 und 3 auch rückwirkend auf den ersten Teil angewandt werden. In einem Punkt, der von der Community kontrovers diskutiert wurde, ändert sich nichts: Das Ende der Story von “Mass Effect 3” bleibt genau so wie man es kennt, so die Entwickler.

Davon kann man sich ab 14. Mai ein eigenes Bild machen, wenn die “Legendary Edition” für PC sowie die alte und neue Konsolengeneration erscheint. (tsch) © 1&1 Mail & Media/teleschau

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