Mit einer privaten Pensionsvorsorge effektiv ein Vermögen aufbauen

„Am ThemaPensionsvorsorge kommt heute niemand mehr vorbei. Aufgrund der demographischenEntwicklung ist absehbar, dass die Absicherung durch die staatliche Altersvorsorgenicht ausreichend gewährleistet ist“, so Roland Rupprechter, MBA, Geschäftsführer/CEOder R&B Research und Vermögensmanagement Gesellschaft in Dornbirn.

Und weiter: „Wichtig bei der finanziellenVorsorge ist, sich nicht auf eine einzige Anlageform zu verlassen, sondern dieVorsorgeinvestitionen zu streuen. Der sehr erfolgreiche Großanleger WarrenBuffett empfahl seinen Investoren: ,Stecken Sie einen kleineren Teil ihrerInvestitionen in sichere Staatsanleihen und den größeren Teil in Aktienfonds.Die Langfristrendite dieser Strategie wird die der meisten anderen Anlegerschlagen.‘“

Die historische Evidenz belegt, dass Aktien trotzihrer hohen Schwankungen eine lohnenswerte Anlage für die Pensionsvorsorgesind. Anleger, die in den letzten 30 Jahren weltweit in Qualitätsaktieninvestiert hatten, konnten trotz einiger Jahre mit starken Rücksetzern imDurchschnitt eine jährliche Rendite von sieben Prozent erzielen.

„Es gilt bei Aktienanlagen aber einige Regeln zubeachten. Dazu zählt ein langer Anlagehorizont von mindestens zehn Jahren.Innerhalb dieses Zeitraums ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Kurseinbrüchean den Börsen zumeist wieder ausgeglichen werden. Ratsam ist es auch, übermehrere Jahre kleinere Summen anzulegen, um das Auf und Ab der Aktienmärkteauszugleichen. Wenn der Pensionsbeginn näher rückt, sollte der Anteil derAktien­anlagen schrittweise zugunsten schwankungsärmeren Anlageformen reduziertwerden“, rät der Experte.

DieAktienformen

Roland Rupprechter: „Wir empfehlen einen Teil derAnsparsumme in hochliquide Aktienindexfonds zu investieren. Diese folgen inihrem Kursverlauf exakt einem bestimmten Aktienindex. Da sie günstige Gebührenaufweisen, sind sie für den langfristigen Vermögensaufbau über 20 oder 30 Jahresehr geeignet. Empfehlenswert sind Aktienindexfonds, die sich auf große,bekannte Indizes beziehen, wie den Euro Stoxx 50 für die größten 50 Werte derEurozone, den S&P 500 für die größten US-Werte oder den MSCI World“.

„Einen weiteren Teil der Investitionssummeempfehlen wir in aktiv gemanagte Aktienfonds zu veranlagen. Diese versuchen imGegensatz zu den Aktienindexfonds einen bestimmten Index zu übertreffen. Hiererscheinen uns derzeit Investmentfonds sehr interessant, die inQualitätsaktien, in Nachhaltigkeit und in Megatrends investieren“, erläutertRupprechter.

Bei den Qualitätsaktienfonds geht es darum, dieErtragschancen erstklassiger, hochkapitalisierter Unternehmen, dieüberdurchschnittlich und verlässlich wachsen, zu nutzen. Megatrendfonds greifenThemen auf, die die Weltwirtschaft der kommenden Jahre massiv beeinflussenkönnen und das Potenzial für langfristig robustes Wachstum haben.

Die Nachhaltigkeitsfonds investieren inUnternehmen, Organisationen und Länder, die sich in Bezug auf ökologische undsoziale Kriterien und ihre Unternehmensführung auszeichnen und zudem einelangfristige finanzielle Wertschöpfung generieren. Studien zeigen, dassnachhaltig geführte Unternehmen vielfach besser gemanagt sind und daher höhereRenditen erzielen als andere.

Staatsanleihen – wenig Rendite

„Nur einen kleinen Teil der Ansparsumme würdenwir in Staatsanleihen investieren. Durch die Niedrigzinsphase sind diemöglichen Renditen eher gering, sie betragen derzeit 0,25 Prozent beilanglaufenden Euroanleihen und gut 1,50 Prozent bei Dollaranleihen. Zudemweisen sie hohe Zinsänderungsrisiken auf“, fährt Rupprechter fort.

Anlageimmobilien

„Es ist sehr verlockend, zusätzlich zur PensionEinnahmen aus der Vermietung einer Wohnimmobilie zu haben. Diese Variante derfinanziellen Vorsorge ist jedoch mit einigem Aufwand und auch mit Risikenverbunden. Voraussetzungen dafür, dass das Investment lohnt, sind einrealistischer Kaufpreis, sichere Mieteinnahmen, ein kalkulierbarer Aufwand fürdie Instandhaltung sowie eine positive Wertentwicklung der Immobilie. DerAufwand für die Vermietung und Instandhaltung des Objekts ist jedoch hoch,Renditen und Wertentwicklungen sind nicht garantiert. Vermietete Wohnimmobilienals Altersvorsorge sind deshalb eher für vermögende Anleger empfehlenswert“, soRoland Rupprechter abschließend.

Bei Aktienanlagen muss man einige Regeln beachten. Dazu zählt ein langer Anlagehorizont von mindestens zehn Jahren. Roland Rupprechter, CEO, R&B Research

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