Reisen für fast 40 Prozent der Neuinfektionen verantwortlich

Reisen sind für fast 40 Prozent der Neuinfektionen in Österreich verantwortlich. Damit gibt es inzwischen mehr Ansteckungen im Urlaub als im Haushalt. In Hotellerie und Gastronomie stecken sich hingegen kaum Leute an.

Knapp 40 Prozent aller Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Österreich lassen sich mittlerweile auf Reisen zurückführen. Damit kommt es in Verbindung mit Ferien- und Urlaubsaufenthalten inzwischen zu mehr Ansteckungen als in Haushalten. Das geht aus der am Freitag aktualisierten epidemiologischen Covid-19-Abklärung der Agentur für Ernährungssicherheit und Gesundheit (AGES) hervor.

Coronafälle wegen Reisen schnellten in die Höhe

Von den insgesamt 3.266 in der Kalenderwoche 30 (26. Juli bis 1. August) behördlich nachgewiesenen Fällen ließ sich bei 69,5 Prozent die Infektionsquelle klären. Davon waren 39,3 Prozent reiseassoziiert – insofern nicht erstaunlich, als der Großteil der Bevölkerung im Hochsommer auf Urlaub geht. Allerdings haben in den beiden unmittelbar vorangegangenen Wochen Reisen nur mit 16,9 Prozent (Kalenderwoche 29) bzw. 15,8 Prozent (Kalenderwoche 28) zum Infektionsgeschehen beigetragen.

Wenige Ansteckungen in der Gastronomie

Zuletzt wurde in 37,5 Prozent der Fälle SARS-CoV-2 im Haushalt übertragen. Ende Juni lag die Quote in diesem Bereich noch bei knapp 60 Prozent. Deutlich zurückgegangen ist auch der Anteil der nachgewiesenen Infektionen in der Hotellerie und Gastronomie, in der Mitte Juli noch mehr als ein Viertel der Fälle auftraten. In der letzten Juli-Woche waren es 5,4 Prozent. Dem Freizeit-Bereich ließen sich in der Kalenderwoche 30 11,9 Prozent der Infektionen zuordnen – in der Woche davor waren es 20,3 Prozent.

Mehr Corona-Cluster

Einen deutlichen Zuwachs gab es dagegen bei Clustern, wie die geballte Häufung von Fällen genannt wird. 1.588 Infektionen waren in der vergangenen Woche dieser Kategorie zuordenbar, drei Wochen zuvor waren es etwas mehr als 400. Für fast jeden vierten Infizierten hat die Ansteckung übrigens nach außen hin keine bzw. kaum Folgen: Bei 24,5 Prozent der Betroffenen traten in der Vorwoche keine Krankheitssymptome auf.

(APA/red)

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