Strahlende Momente

Seit Tausenden von Jahren verzaubert das hochkarätigsteMineral der Welt. Welche Designs gerade für Begeisterung sorgen und warumFarben jetzt „stapel­weise“ Akzente setzen? So viel sei verraten: Einglamouröser Winter steht bevor.

Ein Diamant hat einen hohen emotionalen Wert. Er ist dasSymbol für Schönheit, Luxus und die Unvergänglichkeit der Liebe. Die aktuellenKollektionen spielen auf zauberhafte Weise mit diesem Lebensgefühl. Dieses Jahrsetzen die Designer und Schmuckhersteller verstärkt auf opulente Details. KlareFormensprache, edles Gold, garniert mit einem üppigen Meer aus funkelndenDiamanten, die mit ihrer Leuchtkraft den Eyecatcher bilden. Im Trend liegen vorallem Schmuckstücke mit einer konzeptuellen Idee und klaren Linie. Gepaart mitedlen Materialien wird die Preziose zu einem raffinierten Kunstwerk.

Feine Preziosen. Goldund Diamanten – mehr braucht es nicht, um kühne Kreationen mit Wow-Effekt zu„zaubern“ wie Shooting Stars, Snakes, Nature oder Winter Frost beweisen, dennder König der Edelsteine spielt in zahlreichen Kollektionen von Ole Lynggaarddie Hauptrolle. Gebettet in edles Gelb- oder Weißgold und verbunden mit einemaußergewöhnlichen Design, strahlen die Schmuckstücke Lebensfreude, Leidenschaftund Einzigartigkeit aus. Rund 40 Goldschmiede fertigen mit Hingabe undPräzision die feinen Preziosen in der firmeneigenen Werkstatt nördlich vonKopenhagen.

Apropos Lebensfreude: Die Happy Diamonds von Chopardsetzen den edelsten aller Steine ebenfalls gekonnt in den Mittelpunkt undbegeistern durch ihr kühnes Design. Mit ihren tanzenden Diamanten, die zwischenzwei Saphirgläsern herumwirbeln, sind sie das Symbol eines wirklich freienGeistes. Getreu dem Motto „Little Diamonds Do Great Things“ lässt der Diamant,dank seiner Leuchtkraft, die ikonischen Schmuckstücke wie kleine Sterneleuchten.

Eleganz und Einfachheit. NeueWege in puncto Design beschreitet auch Valérie Messika, die mit ihrem Labeleinen modernen, rockigen Style etablierte. Bei all ihren Kreationen steht ganzklar der Diamant im Mittelpunkt, der in Verbindung mit einem unprätentiösenDesign seine Alltagstauglichkeit beweist und dadurch jeden Tag ohneEinschränkungen getragen werden kann. Flammendes Gelb, das einen Tropfenschliffzum Leuchten bringt, oder ein bezauberndes Rosa in Herzform – farbigeDiamanten, auch „Fancy Colors Diamonds“ bezeichnet, spielen diese Saison einetragende Rolle. Die Farben reichen in das gesamte Regenbogenspektrum hinein –Gelb, Orange, Braun, Pink, Rot, Blau, Grün und Violett – und sorgen für abwechslungsreicheAkzente an Hals, Handgelenken und Ohren. Aber auch Kombinationen von Diamantenund Farbedelsteinen liegen absolut im Trend, denn die Designer schöpfen derzeitaus dem Vollen.

Doppelt hält besser? DasRing- und Ketten-Layering der letzten Jahre wird in diesem Zusammenhang miteinem neuen maximalistischen Stapeltrend auf die Spitze getrieben. DieGoldschmiede platzieren Stein auf Stein in einem einzigen Schmuckstück undschaffen so Designs mit Wow-Faktor in Bezug auf Ästhetik und Karatzahl. SolcheKreationen mit verdoppelten und manchmal sogar verdreifachten Steinen waren imSommer bei verschiedenen Marken zu sehen. Cartier präsentierte etwa denPhaan-Ring mit einem 4,01-Karat-Rosenschliff-Diamanten, der fast unter einem8,20-Karat-Rubin verborgen ist. Grund für diesen hochkarätigen Stapellook: derDiamant verleiht der Farbe des Rubins Tiefe und Intensität. Das Stapeln vonFarben ist auch bei Pomellato seit Langem ein Markenzeichen. Der italienischeJuwelier feiert daher das 20-jährige Jubiläum seiner charakteristischenNudo-Kollektion mit der Verdoppelung und Verdreifachung von Farbedelsteinen,wobei jede Schicht nahtlos zusammengefügt wird, um Farben jenseits der Paletteder Natur zu schaffen. Eine Scheibe aus Chrysopras, die unter einenZitronenquarz gefasst wird, verleiht beispielsweise den Nudo Gelé (Ohr-) RingenLebendigkeit und Intensität. Ebenso hauchen feine Schichten von Türkis undPerlmutt dem himmelblauen Topas eine schimmernde und lebendige Nuance ein,während der transparente weiße Topas mit dem cremigen Glanz von Perlmuttveredelt wird. „Die größte Herausforderung beim Stapeln besteht darin, einenmillimeterdünnen Abstand zwischen den Steinen zu erreichen, um Kratzer zuvermeiden“, weiß Diamant-Expertin Anna-Lena Hollfelder, Juwelier Präg Dornbirn.Die Lücken verleihen den Designs aber auch eine besondere Dimension, wie LaStar Du Nord von Louis Vuitton eindrucksvoll beweist. Die Schmuckstücke aus derBravery Collection zum 200-jährigen Bestehen des Modehauses zeigen einenDiamanten in Form des charakteristischen Sternmotives der Maison, der zugleichden Polarstern repräsentiert, sowie einen edelsteinbesetzten Knoten, der aufeiner doppelsträngigen Halskette mit zahlreichen Diamanten platziert ist –Juwelen zum Träumen. 

HochkarätigerStapeltrend – Die Goldschmiede platzieren Stein auf Stein in einem einzigen Schmuckstückund schaffen so Designs mit Wow-Faktor in Bezug auf Ästhetik und Karatzahl.

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