Technologie aus dem Montafon für den Weltmarkt

Montafoner Innovationsschmiede ist alsEntwickler weltweit gefragt.

Das Gebäude gleich am Ortseingang von St. Anton im Montafon fällt vielen Autofahrern auf. Schwarz, modern, schnörkellos und geheimnisvoll. Nicht einmal die Bewohner von St. Anton wussten lange Zeit, was einer der ihren, nämlich der Techniker Stefan Battlogg, dort macht. Deshalb stellte er ihnen sein Unternehmen mit einem eigenen Tag der offenen Türe vor, erzählt der Techniker. Das Gebäude ist Sitz der Firma Inventus, die in ihren Geschäftsfeldern Automotive, Health Care, Smart Devices, Sondermaschinenbau, Sportartikel und Defence weltweit tätig ist und bei zahlreichen Weltunternehmen zu den wichtigen Entwicklungspartnern zählt. Diese Kooperationen sind es auch, die Battlogg und sein Team in den meisten Fällen zur Verschwiegenheit verpflichten. Denn in dem Unternehmen werden in der Mehrzahl Dinge entwickelt, die dann von den Weltmarktführern in ihren Produkten verwendet werden, so der KMU-Unternehmer des Jahres, Stefan Battlogg, im Gespräch mit den VN.

Die Innovationen der Montafoner Firma sind invielen Maschinen, Autos, Lastwagen, Fahrrädern, in OPs oder einfach an Tabletsbzw. bei Spielkonsolen im Einsatz und machen, so der Firmengründer ­StefanBattlogg, das Leben leichter, besser und auch sicherer. Das Portfolio istwirklich groß, davon konnten sich die Juroren des KMU-Preises auch bei einemBesuch im Betrieb überzeugen – denn einige ­der Partnerunternehmen genehmigtendafür auch die Präsentation der ­Lösungen. Inventus entwickelt Systeme in allen­Bereichen, etwa solche, die auto­matisch Autotüren öffnen und dabei aufHindernisse – lebendige und feste – Rücksicht nehmen, bei Operationen mehr­Sicherheit bieten oder für Behinderte Erleichterungen bringen.

All das basiert auf der Kernkompetenz des Anfang der 1990er-Jahre als Einmannbetrieb gegründeten Unternehmens, der Magnetorheologischen Flüssigkeit, kurz MRF, einem Stoffgemisch aus einer Trägerflüssigkeit und magnetisierbaren Carbonyleisenpartikeln. Inventus entwickelt interdisziplinär – vom Softwareentwickler bis zum Maschinenbauer sind alle Spezialisten in St. Anton versammelt – und sie schaffen eines, bei den Kunden, so Battlogg: „Wir schaffen Produkte, die begeistern.“ Ursprünglich war Inventus eine klasssische Garagenfirma. Heute beschäftigt das Unternehmen Maschinenbauer, Elektroniker, Mechatroniker, Fräser und Softwareentwickler. „Ich wollte im Tal bleiben, weil wir hier so gute, engagierte Leute haben. Es ist aber nicht einfach, Mitarbeiter zu finden. Nicht weil wir technologisch uninteressant sind, sondern weil unsere Projekte oft der Geheimhaltung unterliegen und wir das deshalb nicht kommunizieren dürfen.“

„ Ich wollte mit dem Unternehmen hier im Tal bleiben, weil es hier so gute, engagierte Leute gibt.“ Stefan Battlogg, Geschäftsführender Gesellschafter Inventus

Begründungder Jury:

Stefan Battlogg zeigt eindrücklich, wie auch kleineBetriebe international mit Innovation und Expertise reüssieren können. Außerdemhat er eine bemerkenswerte Entscheidung für den Standort Vorarlberg bzw. dasMontafon getroffen.

Zur Person:

  • Stefan Battlogg: Aktionär, Geschäftsführer Inventus Holding
  • GEBOREN 31. März 1963
  • AUSBILDUNG Hauptschule Schruns, HTL für Maschinenbau Bregenz
  • LAUFBAHN Erster Präzisionsapparatebau Vaduz, Angerer Electronic Bludenz; fließender Übergang in die Selbstständigkeit ab 1990 selbstständig, Firma Inventus Engineering ab 2003
  • FAMILIE verheiratet, zwei Kinder

Daten und Fakten

  • FirmensitzSt. Anton
  • Gründungsjahr2003
  • Unternehmensgeneration1.
  • Mitarbeiter 20
  • Umsatz 2Millionen Euro

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