Vierfach-Amputation nach Schürfwunde: Ein Familienvater meistert seinen Alltag

Trotz schweren Schicksalsschlages: Olaf Gerdes kämpft sich zurück ins Leben

Für Sportler gehören Schürfwunden zum Alltag dazu. So hat sich auch Handballer Olaf Gerdes aus Ostfriesland nicht viel dabei gedacht, als er sich bei einem Turnier eine kleine Verletzung am Ellenbogen zuzog. Niemals hätte er damit rechnen können, dass die vermeintlich harmlose Wunde zu einer Vierfach-Amputation führen würde. Heute fehlen dem Zweifach-Familienvater beide Unterschenkel, sein rechter Unterarm und alle Finger seiner linken Hand. Doch trotz des schweren Schicksalsschlages steht für den ehemaligen Sportler fest: “Aufgeben gibt’s nicht!” Im Video zeigen wir, wie es Olaf heute geht und wie er es geschafft hat, sich zurück in sein Leben zu kämpfen.

Was war passiert?

Zwei Tage nachdem Olaf sich verletzte, wird sein Arm plötzlich immer unbeweglicher. Die Ärzte im Krankenhaus sprechen von einer Prellung und schicken den Vater mit einem Verband wieder nach Hause. “Ein Tag später lag ich noch auf dem Sofa und dann ging fast gar nichts mehr”, erinnert sich Olaf im Interview.

Angekommen in einem anderen Krankenhaus erleidet er einen septischen Schock und fällt ins künstliche Koma. Eine Blutvergiftung sorgt dafür, dass seine Gliedmaßen absterben. Offenbar wurde diese durch Streptokokken ausgelöst, die vermutlich über den Hallenboden in die Wunde gelangt sind. Eine Entscheidung muss gefällt werden: Vierfach-Amputation, ja oder nein? Ehefrau Meike Gerdes entscheidet sich für die Amputation und Olaf verliert den Großteil seiner Gliedmaßen. Nach 316 Tagen im Krankenhaus und dieser lebensverändernden Entscheidung kommt er zurück zu seiner Familie und muss ganz von vorne anfangen. Eine Hürde, die er mit Hilfe von Familie und Freunden gemeistert hat.

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