30 Jahre Die Fantastischen Vier: Party-Stimmung in der Wiener Stadthalle

Am Mittwochabend waren die Fantastischen Vier nach langer Corona-Pause in Wien wieder zurück auf der Bühne: Massiver Sound, gute Stimmung und zweistündige Hit-Revue in der Wiener Stadthalle.

„MFG“ als Opener, nahtlos danach „Yeah Yeah Yeah“ – von der erstenSekunde an des Konzertes der Fantastischen Vier am Mittwochabend in der WienerStadthalle war klar: Das ist ein Besuch bei Freunden, und alle gebenGas. Soviel Dauer-Power und positive Energie wie bei der zweistündigenHit-Revue der sympathischen Stuttgarter Hip Hopper hat man kaum je aufeiner Bühne erlebt. Spontan-Kommentar von Thomas D: „Das fühlt sich anwie zuhause“.

© Wien-Konzert der Fantastischen Vier

Wien-Konzert der Fantastischen Vier mit viele Hits und guter Stimmung

Natürlich ist es eine relativ leichte Übung, die livemäßig ausgehungerten Fans nach „ewig“ langer Coronapause mit einer ordentlichen Portion Hits zum Hüpfen, Tanzen, Singen und Schreien zu bringen. Aber was die Fantas in Wien im Rahmen ihrer 30 Jahre Live-Jubiläumstour abgeliefert haben, das war um einige Klassen höher angesiedelt: massiv im Sound, souverän in Stimmen und Hip Hop-Choreographie – in Summe schlicht ein Power-Superspreader-Event; dies großartig unterstützt von der grandiosen Band mit Doppel-Percussion und mächtigem Bläsersatz.

Doch amallerdeutlichsten wurde wieder einmal, was für intensiv lebensbejahende,sympathischen Hip Hop-Jungs aus Stuttgart da unterwegs sind, auch wenndie Herren mittlerweile jenseits der 50 sind. Die Fantastischen Vierhaben bei weitem nicht nur „leichte“ Mithüpf-Songs im Repertoire – aber:keinerlei trottelhafte Gewalt-Attitüden, keinen tiefergelegtenMenschenverstand, keine hochgezüchteten Macho-Posen und schon gar keineDiskriminierungs-„Ausrutscher“ wie so viele „Kollegas“ im deutschenRap-Business. Die Fantas sind eigentlich die totale Antipode zu all dem -und hoffentlich ist es auch genau das, was sie so anhaltend erfolgreichmacht.

Hüpfen und mitsingen – Wiener Fans feierten „Fanta4“

Jedenfalls blieben Band und Publikum einander schon sehr lange „Troy“, kein Zufall also, dass der Kracher der Abschluss des regulären Programms war. Zuvor war so ziemlich alles an Material versammelt, was der Fanta4-Fan so benötigt: von „Was geht“ (mit dem genialen Sample aus Beyonces‘ „Crazy in Love“) und „Ernten was wir säen“ über das programmatische „Zu geil für diese Welt“ bis zum sehr entspannten „Ein Tag am Meer“. Der ganz besondere Moment des Abends: Thomas D. solo mit einer bombastischen Version von „Krieger“.

Verabschiedet von den voll mitgerissenen Wiener Fans haben sich die wirklich sehr Fantastischen Vier mit „Populär“ und – eigentlich das Motto des Abends – „Zusammen“.

(APA/Red)

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