Star-Dirigent James Levine ist tot

Über 40 Jahre wirkte er als Dirigent an der Met in New York. Auch in München war James Levine musikalisch aktiv. Jetzt ist der Künstler, der sich am Ende seiner Karriere mit Missbrauchsvorwürfen konfrontiert sah, gestorben.

Der US-Amerikaner wirkte mehr als 40 Jahre an der Met in New York und galt als einer der führenden Dirigenten in den USA. Von 1999 bis 2004 war Levine auch als Chefdirigent der Münchner Philharmoniker aktiv. Außerdem arbeitete er auch für die Berliner Philharmoniker, die Wiener Philharmoniker und das Chicago Symphony Orchestra sowie 20 Jahre lang als Musikdirektor der Ravinia Festivals.

1996: Levine und die Metropolitan Opera (Quelle: Ronald Zak/AP/dpa)

Am Ende seiner Karriere wurden Missbrauchsvorwürfe gegen ihn laut. Nachdem die Met Berichte über sexuellen Missbrauch von Levine gegen jüngere Männer untersucht hatte, die sich über Jahrzehnte erstreckt haben sollen, suspendierte das legendäre Opernhaus ihn zunächst und entließ ihn schließlich im Jahr 2018. Levine wehrte sich mit einer Klage wegen Verleumdung. Ein tiefer Fall in Ungnade nach einer zuvor so schillernd wirkenden Karriere.

Steile Karriere als Dirigent

James Levine wurde am 23. Juni 1943 als Sohn des Textilfabrikanten Lawrence M. Levine und der Schauspielerin Helen Levine in Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio geboren. Bereits als Zehnjähriger trat er als Solopianist auf. An der New Yorker Juilliard School of Music wandte er sich dem Dirigieren zu.

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1971 gab Levine als Dirigent von Puccinis “Tosca” sein Debüt an der Metropolitan Opera in New York. Von 1972 bis 1973 war er dort als Gastdirigent unter Vertrag. 1973 wurde der gerade 29 Jahre alte Levine neuer Chefdirigent der Met und 1976 musikalischer Direktor des weltberühmten Opernhauses.

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