Wegen Misserfolgen: Nino de Angelo dachte ans Aufhören

  • Nino de Angelo fand zuletzt mit “Gesegnet & verflucht” in die Erfolgsspur zurück.
  • Davor war er “total demotiviert” und dachte bereits ans Aufhören, wie er in einem Interview verrät.
  • Nach seinem Comeback kündigt der “Jenseits von Eden”-Sänger weitere neue Alben an.

Mit “Jenseits von Eden” landete Nino de Angelo 1983 einen Megahit, doch danach musste der Sänger immer wieder Rückschläge wegstecken. Depressionen, Scheidungen, gesundheitliche Probleme und eine Insolvenz begleiteten die Bemühungen des heute 57-Jährigen, wieder an den einstigen Erfolg anzuknüpfen.

Nach vielen Jahren musikalischer Mittelmäßigkeit hat der Sänger mit seinem aktuellen Album “Gesegnet & verflucht” endlich in die Erfolgsspur zurückgefunden. Im Interview mit “Meine Schlagerwelt” gibt sich der Paradiesvogel euphorisch wie selten zuvor. Und er verrät, dass er zuletzt schon ans Aufhören dachte.

Nino de Angelos aktuelles Album überraschte viele Hörer mit krachenden Rock-Klängen und landete schließlich auf Platz zwei in den Albumcharts. Einen Grund für den Erfolg sieht de Angelo darin, dass er sich, anders als in der Vergangenheit, nicht auf externe Songschreiber verließ: “Es funktioniert, weil es meine Songs sind und weil die sehr ehrlich sind. Wenn ich jetzt anfange, das wieder zu vernachlässigen, dann glaube ich, dass es wieder den Bach runter geht.”

“Ich dachte: Das ist mein letztes Album”

Vor dem Erfolg von “Gesegnet & verflucht” habe er künstlerisch in einer tiefen Krise gesteckt, wie de Angelo weiter erzählt. “Ich kam ja von ganz oben und wenn du dann im Laufe der dreißig Jahre immer ein Stück weiter runter sackst, dann ist das komisch. Es ist einfach unbefriedigend.”

Durch die wiederholten Misserfolge in der Vergangenheit sei er “total demotiviert” gewesen. “Ich dachte: ‘Das ist mein letztes Album und das mache ich jetzt, ob es erfolgreich wird oder nicht'”, erinnert er sich an den Beginn der Arbeiten für “Gesegnet & verflucht”.

Mit der Rückkehr zum Erfolg spürt Nino de Angelo, der an der chronischen Lungenkrankheit COPD leidet, nun aber neuen Rückenwind: “Solange die Kraft reicht und solange ich tolle Songs schreibe, werde ich weitermachen.” Die Fans dürfen, so de Angelo, mindestens noch mit einem weiteren neuen Album rechnen, vielleicht auch mit mehr.

(tsch) © 1&1 Mail & Media/teleschau

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