Anja Kling gibt zu: "Bei mir war die Liebe immer größer"

In der neuen Impro-Serie „Das Begräbnis“ muss Anja Kling den Tod ihres Ziehvaters verkraften. Mit t-online spricht die Schauspielerin über ihre eigene Familie.

Mit „Das Begräbnis“ liefert die ARD ab dem 25. Januar (22.50 Uhr oder alle Folgen in der Mediathek) eine erstklassig besetzte Serie. Charly Hübner, Martin Brambach, Anja Kling oder Devid Striesow wissen nicht, was als nächstes passiert. Sie wissen nur, sie sind eine Familie und kommen zum Begräbnis des Familienvaters. Anna Hell, die Rolle von Anja Kling, ist lediglich die Ziehtochter des Toten, gehört also nicht direkt zur Familie.

„Kinder brauchen viel Liebe, aber auch Regeln“

„Im echten Leben habe ich tatsächlich die beste Familie der Welt, niemals würde ich mir eine andere wünschen“, schwärmt die 51-Jährige im Gespräch mit t-online anlässlich der Impro-Serie. Aber was macht eine Familie überhaupt aus?

Anja Kling mit Ehemann Oliver Haas (r.) und Sohn Tano Kling bei der Premiere des Theaterstücks „Rent A Friend“ in Berlin, (Quelle: IMAGO / Future Image)

Kling konkretisiert: „Kinder brauchen in erster Linie ganz viel Liebe und Geborgenheit. Aber sie brauchen auch Regeln und sie müssen lernen, dass ihr eigenes Verhalten Konsequenzen nach sich ziehen, die möglicherweise unbequem sind. Allerdings gebe ich zu, dass bei mir die Liebe immer ein bisschen größer war, als die Konsequenz.“

Anja Kling und ihre Mutter sind Nachbarn

In der Serie geht es um die Familie Meurer, die einen Gas-Wasser-Installationsfamilienbetrieb führt. Die Zusammenarbeit mit der Familie kennt Kling ebenfalls. Ihre Mutter Margartia Kling ist ihre Agentin. Und das funktioniert seit fast 30 Jahren sehr gut, wie die Schauspielerin zugibt: „Meine Mutter und ich haben oft das gleiche Empfinden in Bezug auf neue Projekte oder Drehbücher. Sie ist sowohl meine beste Ratgeberin als auch meine schärfste Kritikerin.“

Und dann wohnen Mutter und Tochter noch in zwei benachbarten Häusern. „Man muss sich das vorstellen, wie mit den Nachbarn. Nur dass man mit ihnen sehr, sehr eng befreundet ist. Wir können uns sehen, müssen das aber nicht.“

Aber durch Corona konnten sie sich nicht sehen. „Als die Pandemie aufkam, haben wir viel Abstand gehalten, uns viele Monate nur von weitem zugewinkt und ausschließlich über unser Haustelefon miteinander gesprochen. Das war schon eine sehr unschöne Zeit.“ Doch mittlerweile seien diese familieninternen Regeln etwas gelockert worden.

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