Boris Becker drohen bis zu sieben Jahre Haft

Boris Becker (52) steht das wohl härteste Match seiner Karriere bevor: Der ehemalige Tennisprofi muss sich vor Gericht behaupten – ihm droht sogar im schlimmsten Fall eine Haftstrafe. Der Grund: Er soll in dem gegen ihn seit 2017 laufenden Insolvenzverfahren sein Vermögen nicht ordnungsgemäß angegeben und diverse Vermögenswerte verschwiegen haben. Im kommendem Jahr muss er sich deshalb in London einem Strafverfahren stellen. Bei einer Anhörung plädierte Boris nun auf unschuldig.

Der 52-Jährige erschien am Donnerstag am Crown Court, dem britischen Strafgerichtshof in London. Er war zu einer Anhörung geladen: Insgesamt werden der Sportlegende 19 Verstöße gegen die Auflagen des bereits bestehenden Verfahrens vorgeworfen. In allen 19 Fällen plädierte Boris heute auf unschuldig. Boris‘ britischer Anwalt Jonathan Caplan bestätigte gegenüber Bild die Eröffnung des Prozesses. “Dort wird Boris Becker diese Anklagepunkte energisch verteidigen”, lautete sein Statement. Gegenüber Spiegel stellte sein deutscher Medienanwalt schon letztens klar, Boris habe dem Insolvenzverwalter keine Vermögenswerte “unterschlagen oder verheimlicht”. Er habe diese Vermögenswerte – “die ihm allerdings nach seiner Auffassung gar nicht zustehen” – lediglich zu spät angegeben. Becker selbst sprach wenig später von einem “verzögerten Informationsfluss im Insolvenzverfahren”.

Im schlimmsten Fall könnte Boris zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt werden. Am 22. Oktober ist die nächste Anhörung angesetzt. Bild-Informationen zufolge sei jedoch erst 2021 mit einem Prozessbeginn zu rechnen.


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