Deshalb gehört Amy Macdonald zu Bruce Springsteens Familie

Deshalb gehört Amy Macdonald zu Bruce Springsteens Familie

Die Musikerin im Interview

Amy Macdonald (33, “This Is The Life”) gehört seit einigen Jahren zu den bekanntesten Singer-Songwriterinnen Europas. In ihrem fünften Studioalbum “The Human Demands”, das am 30. Oktober erscheint, begibt sie sich zurück zu ihren musikalischen Wurzeln. Neben gefühlvollen Balladen und rockigen Stücken haben es auch Gute-Laune-Songs auf den Longplayer geschafft. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news erklärt die gebürtige Britin, wie sie ihre positive Einstellung in Corona-Zeiten nicht verliert, warum sie Bruce Springsteen (71, “Thunder Road”) verehrt und was sie mit Deutschland verbindet.

Mit dem Album “The Human Demands” kehren Sie zu Ihren Indie-Wurzeln zurück. Ist es für Sie ein Neuanfang?

Amy Macdonald: Ja, es fühlt sich tatsächlich so an. Es ist meine erste Platte bei einem neuen Label. Ich habe ein völlig neues Team, was für mich total belebend ist. Es ist zudem mein erstes Album, das ich mit dem Produzenten Jim Abbiss gemacht habe. Es fühlt sich an, als wäre es die erste Platte, auf der ich vollkommen ich selbst bin.

Ihr letztes Album erschien 2017. Was ist in der Zwischenzeit geschehen?

Macdonald: Ich bin seit der Veröffentlichung 2017 jedes Jahr auf Tournee gewesen – abgesehen von 2020 natürlich. Zwischen den Auftritten musste ich mir auch eine Auszeit nehmen, um mein Leben zu leben. Außerdem will niemand Lieder hören, die von Tourbussen und Umkleidekabinen handeln. Deshalb muss ich etwas außerhalb der Tournee erleben, wenn ich Lieder schreiben will, die die Leute auch hören wollen.

Viele Lieder klingen fröhlich, obwohl das Album mitten in der Corona-Pandemie produziert wurde. Woher nehmen Sie diese positive Energie?

Macdonald: Die Songs wurden alle vor der Corona-Pandemie geschrieben, deshalb hatte der Lockdown keinen Einfluss auf den Schreibprozess. Die Aufnahmen mussten allerdings Corona-bedingt für drei Monate pausieren. Es war eine absolute Erleichterung, als wir endlich wieder ins Studio zurückkehren konnten. Alle Musiker, der Produzent und ich haben wahrscheinlich zehn Prozent mehr gegeben, weil wir so glücklich waren, wieder vereint zu sein und das zu tun, was wir lieben.

Einige Lieder handeln vom Altern. Sie sind erst 33 Jahre alt – warum beschäftigen Sie sich bereits mit diesem Thema?

Macdonald: Da ich diesen verrückten Job mache und seit meiner Teenagerzeit durch die ganze Welt reise, habe ich das Gefühl, dass ich schon viel erlebt und einige Höhen und Tiefen hinter mir habe. Diese Dinge lassen einen schnell älter fühlen. Aber ich freue mich immer auf meinen Geburtstag. In der Regel deshalb, weil ich auf einem Festival als Headliner auftrete. Das ist kein Witz, es passiert fast jedes Jahr, dass ich an meinem Geburtstag irgendwo auf einem Festival spiele.

Sie singen bei Konzerten gerne Cover von Bruce Springsteen. Sie scheinen eine besondere Verbindung zum “Boss” zu haben?

Macdonald: Ja, absolut. Ich würde sagen, er hat den größten Einfluss auf mein Songwriting. Eigentlich, seitdem ich sein Album “Born In The USA” gehört habe. Er ist ein absoluter Meister des Songschreibens.

Haben Sie Bruce Springsteen schon kennengelernt?

Macdonald: Ja, ich habe mit ihm bei einer großen Show im Hyde Park in London gespielt. Ich war von Ehrfurcht ergriffen, als ich ihn traf. Ich ging hin, stellte mich vor und erzählte ihm, dass ich mein Album von seinem langjährigen Mitarbeiter Bob Clearmountain mixen ließ. Sobald ich Bobs Namen erwähnte, war es wie “Oh, ok, du bist cool, du bist Teil der Familie”.

Ihren ersten Plattenvertrag haben Sie bereits im Alter von 18 Jahren unterschrieben. Wie blicken Sie auf Ihre Karriere zurück?

Macdonald: Ich bin unglaublich stolz. Ich habe einige unglaubliche Erfahrungen gemacht und großartige Menschen kennengelernt. Ich bin sehr dankbar für die Unterstützung, die ich erhalte, was mir all das erst ermöglicht. Wenn ich eine Sache ändern könnte, dann würde ich meinem jüngeren Ich sagen: Genieße mehr den Moment. Ich erkenne heute, dass es nicht einfach ist, den unglaublichen Erfolg zu haben, den ich in so jungen Jahren erlebt habe.

Anfang 2021 werden Sie durch Europa touren. Glauben Sie, dass die Konzerte stattfinden können?

Macdonald: Ich denke, man muss Hoffnung haben und sich auf Dinge freuen können. Es fühlt sich großartig an, Termine im Kalender stehen zu haben. Viele Fans stimmen mir offenbar zu, schließlich wurden schon einige Karten verkauft. Ich hoffe, dass die Welt bis April/Mai 2021 so weit stabilisiert ist, dass wir die Konzerte tatsächlich machen können. Die Atmosphäre wird dann magisch sein, wenn man wieder zusammenkommen und Live-Musik genießen kann.

Ihre Alben waren alle in den Top drei der deutschen Charts. Haben Sie eine besondere Verbindung zu Deutschland?

Macdonald: Ich habe in Deutschland immer eine so große Unterstützung gehabt. Ehrlich gesagt fühlt es sich für mich wie eine zweite Heimat an. Vor Kurzem kam ich wegen einer Promo-Tour nach Deutschland. Obwohl es wirklich seltsam war, mit den ganzen Covid-Beschränkungen, war ich froh, wieder im Land zu sein. Es ist unglaublich wichtig für mich, hierher zu kommen und Fans, Radiosender, etc. zu sehen, die mich seit dem ersten Tag unterstützen. Die Fans in Deutschland sind wirklich treu. Wenn sie einen einmal mögen, halten sie zu einem. Außerdem sind es fantastische Konzertbesucher.

spot on news

Quelle: Lesen Sie Vollen Artikel