GNTM-Gewinnerin teilt Foto vor ihrer Geschlechtsangleichung

Im vergangenen Jahr gewann Alex Mariah Peter die Castingshow „Germany’s next Topmodel“. Nun teilt sie ein Foto, das vor ihrer Geschlechtsangleichung entstand und erhält dafür viele positive Kommentare.

Transition
Bei der Transition handelt es sich um einen individuellen Prozess, den eine transidente Person durchläuft, um zu einem Leben mit der eigenen Geschlechtsidentität überzugehen. Dabei können soziale, körperliche und/oder juristische Änderungen vorgenommen werden.

„Ihr wolltet so lange schon ein Bild von mir vor meiner Transition sehen“, schreibt Alex Mariah Peter zu ihrem Post und erklärt weiterhin: „Im Gegenzug würde ich euch gerne darum bitten, meine Story anzuschauen und mit mir und untereinander in den Diskurs zu gehen, wie ihr das seht und ob ihr meinen Standpunkt nachvollziehen könnt.“ Sie bittet dabei um Sachlichkeit.

„Ach Alex, mein Herz wird warm, wenn ich dieses Bild sehe und Deinen Text lese“, schreibt die Moderatorin Marlene Lufen. Ganz viel Liebe und Herzchen senden die früheren GNTM-Gewinnerinnen Stefanie Giesinger und Kim Hnizdo. Youtuberin Jolina Mennen kommentiert: „Trans zu sein ist keine Entscheidung, die einzige Entscheidung ist endlich man selbst zu sein.“ Viele sehen in Alex Mariah Peter ein Vorbild.

Aufklären für einen sensibleren Umgang

In mehreren Storys erklärt die 24-Jährige, dass sie gerade jetzt über die Transition spricht, „um aufzuklären für einen sensibleren Umgang miteinander, das muss man nicht nur beschränken auf den Umgang mit transidenten Menschen und auch um anderen transidenten Menschen zu helfen“.

Alex Mariah Peter habe sich immer bedeckt gehalten, was das Thema angeht, doch derzeit sei sie in München und habe dort zum ersten Mal eine negative Erfahrung gemacht, „bei der ich indirekt beleidigt wurde fürs trans sein“. Schließlich habe es noch einen zweiten derartigen Vorfall gegeben. Es bestehe Redebedarf, so die GNTM-Siegerin, die betont: „Es gibt noch eine Menge Arbeit zu tun.“

In einem Disclaimer stellt Alex Mariah Peter klar: „Ich habe euch die Erlaubnis gegeben, mir Fragen zu stellen, indem ich euch darum gebeten habe, das zu tun. Das bedeutet aber nicht, dass ihr jetzt losrennen könnt und einfach Menschen in eurer Umgebung oder auf Social Media ähnlich intime Fragen zu stellen.“ Personen, die häufig mit solchen Fragen konfrontiert werden, erklärt sie: „Ihr schuldet niemandem eine Antwort.“

„Was spielt das für eine Rolle?“

Schließlich kommt sie noch einmal auf das veröffentlichte Foto zu sprechen. Sie hätte es lieber nicht gezeigt. „Denn was spielt das für eine Rolle? Ihr habt mich als die Person, die ich heute bin, kennengelernt vor anderthalb Jahren. Was macht das für einen Unterschied in der Bewertung meines Charakters, meines Handels, meines Seins, wie ich mit 16 aussah?“ Man wollte ja von anderen Menschen, die man etwa an Uni oder Arbeit kennenlerne, auch nicht ein Foto von sich als Teenager.  

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Genauso wenig spiele es in keinerlei Hinsicht eine Rolle, wie eine Person vor ihrer Transition hieß. Dabei handelt es sich um den abgelegten Namen, genannt Deadname. Alex Mariah Peter erklärt: „Eigentlich vermittelt ihr damit eurem Gegenüber, dass überhaupt nicht zählt, welcher Mensch gerade gegenüber steht, sondern nur der Mensch als der die Person geboren worden ist.“ Sie sei kein anderer Mensch, so Alex Mariah Peter. 

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