Guido Maria Kretschmer: "Sie wirken nach außen nicht sehr spektakulär"

Vor zehn Jahren gaben sich William und Kate das Jawort und die ganze Welt sah zu – heute sind weiterhin alle Augen auf das Paar gerichtet. Guido Maria Kretschmer analysiert die Entwicklung der royalen Eheleute für t-online.

Guido Maria Kretschmer ist nicht nur Modedesigner und “Shopping Queen”-Gastgeber, er tritt auch immer wieder in royalen Angelegenheiten im Fernsehen auf. Für t-online hat er zum zehnten Hochzeitstag von Prinz William und Herzogin Kate einen Blick zurück auf den Tag der großen Royal Wedding in Londons Westminster Abbey geworfen. Er erklärt auch, wie sich die beiden seitdem entwickelt haben und warum die Herzogin von Cambridge wie gemacht ist für die royale Rolle, in der sie seit ihrem Jawort an den Enkelsohn von Queen Elizabeth II. am 29. April 2011 steckt. 

“Ich glaube, es war das erste wirklich große Ereignis nach der Hochzeit von Prinz Charles und Lady Diana”, erinnert sich Guido Maria Kretschmer für t-online an die Royal Wedding von William und Kate zurück. Williams Eltern Charles und Diana hatten 30 Jahre zuvor, am 29. Juli 1981, geheiratet. Der weitere Verlauf dieser Geschichte ist bekannt. Über die beginnende Ehe von William und Kate aber sagt Kretschmer rückblickend: “Da gab es Hoffnung auf eine neue Zeit und die haben sie auch erfüllt. Ich hab das als neuen Schritt in eine vielleicht etwas modernere, neue royale Welt gesehen.” Doch er erklärt auch: “Aber ich glaube, das ist schwierig für die beiden.” 

Eine “so große” Entwicklung haben William und Kate seit der Hochzeit in seinen Augen nicht gemacht, so Kretschmer – das ist wohl auch gar nicht notwendig gewesen. Ihre Hochzeit wie auch ihr heutiges Erscheinen sind durch “Liebe, Vorsicht, viel Noblesse und Eleganz geprägt”, meint der Modedesigner. Die inzwischen 39-jährige Kate ist seiner Ansicht nach “königlich und fein geworden, sehr vorbereitet”. Immerhin wusste sie genau, was auf sie zukommt: “Ihre Familie hat sie da sicher auch schon gut auf den Weg gebracht. Sie liebt ihren Mann und ist eine gute Mutter. Zudem ist sie die Mutter des zukünftigen Königs und das macht sie alles perfekt”, so Kretschmer. “William ist eher transparent, aber trotzdem erwachsen, auch schon ein bisschen wie ein König. Ich glaube, er ist dafür gemacht und trägt diese Rolle mit Demut. Sie gehen den Weg, der ihnen vorbestimmt ist.”

“Sie müssen etwas Verstaubtes modern halten”

William und Kate stehen für “Tradition und Zukunft”, so Kretschmer: “Sie sind gute Eltern mit Werten. Sie wirken nach außen nicht sehr spektakulär, aber innig und verbunden und das sieht man eben auch.” Wie gut sie sich in der royalen Rolle machen, hätten sie auch schon in schwierigen Zeiten unter Beweis gestellt. Guido Maria Kretschmer kommt hier auf die angespannte Situation zwischen der Royal Family mit Prinz Harry und Herzogin Meghan zu sprechen, die durch das Interview der beiden mit Oprah Winfrey, das im März aufgestrahlt wurde, noch einmal verhärtet wurde. “Damit sind sie sehr professionell umgegangen, ohne ein böses Wort. Ich finde, dass die beiden das wirklich gut machen, obwohl sie es nicht leicht haben – sie müssen etwas Verstaubtes modern halten und irgendwann alles übernehmen.”

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Bei alledem fällt eines natürlich auf: “Sie produzieren keine großen Skandale und dadurch fehlt manchen Leuten vielleicht etwas Diversität in der Beziehung, auch weil keine Extreme da sind”, erklärt Guido Maria Kretschmer. Der 55-Jährige meint: “Wenn es keine großen Hochs und Tiefs gibt, dann kann man das vielleicht als etwas Langweiliges empfinden, aber es ist auch ein Vorteil, dass sie so sind, wie sie sind – dadurch machen sie sich nicht so angreifbar. Die beiden machen alles richtig und ich habe großen Respekt davor.”

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