Herzogin Meghan bekommt 1,20 Euro als Entschädigung

Herzogin Meghan erhält von der „Mail on Sunday“ wegen Verletzung ihrer Privatsphäre offenbar nur ein Pfund als Entschädigung. Die britische Zeitung hatte einen Brief von der früheren „Suits“-Schauspielerin veröffentlicht.

Die symbolische Entschädigung ist laut „Guardian“ in Gerichtsdokumenten festgehalten. Daraus gehe auch hervor, dass „Mail on Sunday“ und die zugehörige „MailOnline“ die Niederlage in dem Rechtsstreit akzeptiert haben. Wegen Verletzung des Urheberrechts durch die Veröffentlichung großer Teile des Briefs soll die Zeitung zudem einen nicht näher genannten Betrag zahlen. „Mail on Sunday“ müsse obendrein „einen erheblichen Teil“ der Anwaltskosten von Herzogin Meghan begleichen. Diese könnten sich auf mehr als eine Million Pfund belaufen.

Herzogin von Sussex gewann Rechtsstreit

In dem Rechtsstreit hatte die Herzogin von Sussex Anfang Dezember 2021 vor einem Berufungsgericht Recht bekommen. Sie hatte gegen den Herausgeber der „Mail On Sunday“, Associated Newspapers Limited, geklagt. Es ging um die Veröffentlichung eines persönlichen Briefes, den sie an ihren Vater Thomas Markle geschickt hatte. Im August 2018 erschienen Auszüge daraus in fünf Artikeln. 

Die Herzogin gewann ihren Fall bereits Anfang 2021. Damals hatte ein Richter des Obersten Gerichtshofs ohne umfangreichen Prozess zu ihren Gunsten entschieden. ANL legte Berufung ein und argumentierte bei einer dreitägigen Anhörung im November 2021, dass der Fall wegen Meghans Anschuldigungen – darunter Verletzung der Privatsphäre und des Urheberrechts – vor Gericht verhandelt werden sollte.

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Drei Richter, die über die Berufung entschieden, stellten sich auf die Seite der Herzogin, die sich im Anschluss sehr emotional und klar dazu geäußert hatte. Der Inhalt des Briefes sei „persönlich, privat und nicht von berechtigtem öffentlichem Interesse“, hieß es Medienberichten zufolge in der Begründung des Gerichts. Meghan hatte bereits zuvor erklärt, sollte ihr Geld zugesprochen werden, wolle sie dies an eine Anti-Mobbing-Organisation spenden.

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