"Sie sagte zu mir: So geht es nicht mehr weiter mit dir"

In zwei Jahren feiern Olaf Scholz und seine Ehefrau Britta Ernst Silberne Hochzeit. In diesem Jahr will der Politiker Kanzler werden. Mitten im Wahlkampf spricht er in einem Interview offen über die Liebe.

Mit über 50 hat Olaf Scholz das Rudern als Hobby für sich entdeckt. „Ehrlich gesagt war ich früher eher unsportlich“, erzählt der Vizekanzler im Interview mit „Bunte“. „Als 16-Jähriger oder 36-Jähriger hätte ich mir nicht vorstellen können, dass mir Sport mal so viel Spaß macht.“ 

Heutzutage rudert Scholz nicht nur, er geht auch „zwei-, dreimal die Woche“ joggen, meistens etwa acht Kilometer, wie er betont. „Der Impuls zum Joggen stammte von meiner Frau Britta Ernst. Sie sagte mir vor gut 20 Jahren: Olaf, so geht es nicht mehr weiter mit dir! Ich sollte unbedingt was für meine Fitness tun“, so Scholz, der auch meint: „Sie hatte recht.“

Britta Ernst und Olaf Scholz: Die beiden haben 1998 geheiratet. (Quelle: IMAGO / Eventpress)

„Ämter kommen und gehen, die Liebe bleibt“

Scholz und seine Frau haben sich in den Achtzigern bei den Jusos in Hamburg kennengelernt. „Es war wohl die persönliche Zuneigung, ein Funke, der übersprang. Das macht doch Liebe aus. Britta ist die Liebe meines Lebens, unverändert seit so langer Zeit. Ämter kommen und gehen, die Liebe bleibt“, erklärt Scholz, der seit 2017 mit seiner Frau in Potsdam lebt. Für den SPD-Politiker steht die Liebe zweifellos vor dem politischen Erfolg, „das unterschreibe ich noch mit Ausrufezeichen!“, betont er. 

Die Ehe von Olaf Scholz und Britta Ernst ist kinderlos. Einen Zusammenhang mit der politischen Laufbahn des Paares gebe es aber diesbezüglich nicht, so Scholz. Der frühere Erste Bürgermeister von Hamburg erklärt, dass er und seine Frau eine „Beziehung auf Augenhöhe“ führen, er sagt auch: „Ich hätte aber kein Problem damit, wenn meine Frau die berufliche Hauptrolle spielt.“

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Sich selbst bezeichnet er als Feministen. „Schon in der Jugendorganisation habe ich mich für die Quote eingesetzt. Ich bin überzeugt, dass Gleichberechtigung und Feminismus wichtig sind und gut für unsere Gesellschaft – da sollten wir Männer nicht abseits stehen, sondern uns engagieren.“ Seiner Meinung nach sollte „die Hälfte der Welt“ den Frauen gehören. „Ich bin mit 17 in die SPD eingetreten, um die Welt gerechter zu machen – auch für Frauen.“

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