The-Supremes-Mitgründerin Mary Wilson ist tot

Trauer um Mary Wilson. Die US-Soulsängerin, die mit der weltbekannten Band The Supremes in den Sechzigerjahren riesige Erfolge feierte, ist mit 76 Jahren verstorben. Dies bestätigte ihr Agent.

Ankündigung kurz vor ihrem Tod

Noch zwei Tage vor ihrem Tod machte Wilson auf YouTube eine Ankündigung. Sie erklärte ihren Fans, dass sie bald neues Solomaterial veröffentlichen würde. Die Hoffnung sei groß, dass es schon vor ihrem Geburtstag am 6. März so weit sein würde, erklärte sie in einem Video. Sie kam in dem Clip fröhlich und gut gelaunt daher.

Zwischen 1964 und 1969 schafften The Supremes insgesamt zwölf Nummer-eins-Hits in den USA – fast so viele wie die Beatles. Das Trio mit Wilson und der noch berühmteren Leadsängerin Diana Ross gilt als wichtigste sogenannte Girlgroup der US-Soulmusik und als weibliches Aushängeschild des afroamerikanischen Musiklabels Motown.

“Extrem geschockt und traurig”

Dessen langjähriger Chef Berry Gordy teilte mit, er sei “extrem geschockt und traurig, vom Tod eines wichtigen Mitglieds der Motown-Familie zu hören”. Wilson sei neben Ross selbst ein echter Star gewesen und habe “das Vermächtnis der Supremes über die Jahre mit viel Arbeit vorangebracht”.

The Supremes 1964: Florence Ballard, Mary Wilson und Diana Ross (Quelle: AP Photo/Bob Dear, File/AP/dpa)

Die am 6. März 1944 im US-Bundesstaat Mississippi geborene Wilson hatte zusammen mit Diana Ross und Florence Ballard 1959 zunächst The Primettes gegründet, die sich wenig später in The Supremes umbenannten. Die Sängerin blieb der Vokalgruppe als einzige bis zur Auflösung 1977 treu. 1979 brachte Wilson ein Soloalbum heraus und wurde 1988 in die “Rock and Roll Hall of Fame” aufgenommen.

Stolze Großmutter und Urgroßmutter

Mary Wilson hat aus ihrer ersten Ehe drei Kinder, zu dem hatte sie ein Adoptivkind, den Sohn einer Cousine. 1994 wurde die Sängerin bei einem Autounfall schwer verletzt, ihr damals 14 Jahre alter Sohn Rafael kam dabei ums Leben. Dieser schreckliche Vorfall prägte Wilson, sie engagierte sich seitdem für Charityorganisationen, die sich dem Wohlergehen von Kindern verschrieben haben. 2019 nahm Wilson an der US-Ausgabe von “Let’s Dance”, “Dancing with the Stars”, teil. Dabei verriet sie, dass sie zehnfache Oma und sogar auch schon Uroma ist.

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Wilson trägt die Ehrendoktorwürde des Paine Colleges in Augusta, Georgia. Im vergangenen Jahr erhielt sie außerdem einen Lifetime Achievement Award von der National Newspaper Publishers Association. 

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