Til Schweiger sorgt mit Impfaussagen für Wirbel

Lange war es ruhig geworden um den deutschen Schauspieler und Produzenten. Jetzt macht Til Schweiger wieder Schlagzeilen. Allerdings nicht mit seinem Filmwerk. Der 57-Jährige hat sich öffentlich gegen Corona-Impfungen von Kindern ausgesprochen.

Auch jetzt sorgt der “Honig im Kopf”-Schauspieler erneut mit der Nähe zu umstrittenen Persönlichkeiten für Aufsehen. Schweiger ist Teil des Dokumentarfilms “Eine andere Freiheit”, an dem auch “Alles dicht machen”-Initiator Dietrich Brüggemann und Volker Bruchs Lebensgefährtin Miriam Stein mitwirken. Doch viel mehr als die personelle Allianz hinter dem Projekt machen derzeit die Aussagen Til Schweigers in dem vorab veröffentlichten Filmtrailer die Runde.

Schweiger über Kinderimpfungen: “Entsetzlich finde ich das”

Dort erzählt Schweiger über die Impfung gegen das Coronavirus: “Für Kinder ist dieser Virus absolut harmlos. Und die Gefahr so einer Impfung, die man nicht erforscht hat, ist ungleich höher als der Virus selber, deswegen halte ich das persönlich für, also, entsetzlich. Entsetzlich finde ich das.”

Auf welche faktische Grundlage er diese Aussagen stellt, ist unklar. Mitnichten ist es so, dass eine Impfung für Kinder gefährlicher ist als eine Covid-Erkrankung. Im Gegenteil sprechen sich immer mehr wissenschaftliche Studien dafür aus, die Gefahren von Long-Covid bei Kindern nicht zu unterschätzen. Wichtige Fragen und Antworten zu Corona-Impfungen für Kinder lesen Sie hier. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) Impfungen gegen das Coronavirus inzwischen für Jugendliche ab 12 Jahren.

Neben Schweigers Haltung zu Impfungen stößt auch seine Sicht auf die 2G- und 3G-Regeln auf viel Gegenwind. Der 57-Jährige finde es “schlimm”, dass das Grundgesetz seiner Ansicht nach außer Kraft gesetzt werde. Die Leute würden erpresst, indem man ihnen einen Teil ihrer Grundrechte nur unter bestimmten Bedingungen zurückgebe, so Schweiger.

So antwortet der Physiker und Autor Florian Aigner bei Twitter auf Schweigers Einlassungen: “Wie man allerdings in einer Pandemie Maßnahmen, die den Zusammenbruch des Gesundheitssystems verhindern, als grundgesetzwidrig sehen kann, versucht Till Schweiger gar nicht zu erklären. Ist wohl besser so, es würde nicht gut enden.” 

Viele weitere kritische Stimmen sind inzwischen zu dem Filmtrailer und Til Schweigers Äußerungen darin zu finden. Von “Schwurbel”, “falsch und dumm” ist da die Rede und auch schwerwiegende Vorwürfe in Richtung des Filmstars sind zu lesen: “Promis genießen (meistens) ein hohes Maß an Ansehen. Aus dieser Tatsache ergibt sich eine gewisse gesellschaftliche Verantwortung. An einem Punkt wie diesem, mitten in der erlahmenden Impfkampagne, Wasser auf die Mühlen der ‘Querdenker’ zu kippen, das wiegt schwer”, schreibt ein User bei Twitter. 

Der Dokumentarfilm der österreichischen Filmemacherin Patricia Josefine Marchart und des österreichischen Kameramanns und Cutters Georg Sabransky soll in Kürze erscheinen. Den Machern geht es eigenen Angaben auf ihrer eigens gelaunchten Website “Eine-andere-Freiheit.com” zufolge um “unterschiedliche Perspektive” auf das Thema Corona-Impfungen. Diesen Komplex wollen sie “kritisch beleuchten”.

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Die Macher geben an, “niemandem verpflichtet” zu sein, “keiner Organisation, keinem Auftraggeber, keinen Medien, keiner Partei, nur uns selbst und unserem Gewissen.” Was sie nicht erwähnen: Bei der österreichischen Initiative für evidenzbasierte Corona Informationen (ICI), die in Österreich ein Volksbegehren “für die Wiedergutmachung der Covid-19-Maßnahmen” eingeleitet hat, war Sabransky auch schon mit dabei. Und Pro-Argumente für die Impfung kommen in dem Trailer zum Film ohne Äußerungen von Zweifeln ebenfalls nicht zu Wort.

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