‘Das Supertalent’: Bei diesem Auftritt kamen Chris Tall die Tr�nen

Comedian Chris Tall (29) feiert neben Evelyn Burdecki (32) sein Deb�t in der Jury von “Das Supertalent” (ab 17. Oktober um 20:15 Uhr bei RTL). Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news verr�t er, wie er sich mit seinen Kollegen Bruce Darnell (63) und Dieter Bohlen (66) versteht, warum ihn ein Auftritt zu Tr�nen ger�hrt hat und welche Talente in ihm selbst schlummern. Zudem verr�t Tall, warum er sich k�rzlich eine Auszeit genommen und was die Corona-Krise damit zu tun hat.

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Das Jury-Dasein ist f�r Sie Neuland. Warum hatten Sie Lust auf die Aufgabe?

Chris Tall: Das Jury-Dasein ist nicht ganz und gar Neuland f�r mich. Nachdem ich 2013 den “RTL Comedy Grand Prix” gewonnen hatte, durfte ich in den Folgejahren zweimal selbst dort in der Jury sitzen. Beim “Supertalent” ist es nat�rlich das erste Mal, und ich muss sagen, es gefiel mir besser als ich es mir vorgestellt habe. Ich habe mich mega gefreut, als Juror dabei zu sein. So viele erstaunliche und spektakul�re Acts, die wir sehen durften.

Als wir Ende August anfingen, die Shows in Bremen aufzuzeichnen, hatte ich von der ersten Sekunde das Gef�hl, dass das “meine Sendung” ist. Es hat sich sofort ganz normal angef�hlt, dort am Pult Platz zu nehmen. Und wenn man auch noch so coole Leute um sich herum hat in der Jury, macht es nat�rlich umso mehr Spa�.

Evelyn Burdecki ist ebenfalls Jury-Neuling. Wie macht sie sich?

Tall: Evelyn hat von Dieter Bohlen w�hrend der Aufzeichnungen gef�hlt 34 Namen bekommen: von Uschi �ber Christine und Nicole. Ich wei� nicht mal, ob sie das �berhaupt verstanden hat. Das ist das sch�ne dran: Evelyn hat so ein reines Herz und lacht immer �ber alles. Wenn einer jemanden komplett den Wind aus den Segeln nimmt, dann ist es Evelyn, weil sie so herzlich ist.

Wie verstehen Sie sich mit Urgestein Dieter Bohlen, konnten Sie sich von ihm etwas abschauen?

Tall: Ich war nat�rlich am Anfang etwas nerv�s, so einem Hero zu begegnen. Aber Dieter hat mich herzlich in der Jury willkommen gehei�en und wir als Hamburger halten ja eh zusammen. Ich stand immer im Austausch mit ihm und Bruce Darnell. Au�erdem hatten wir im Vorfeld Gespr�che und ein Coaching mit Jonathan Bullen. Er ist der Executive Producer der Fremantle Company, die die Show in Gro�britannien erfunden hat. Ein toller Mann, der mir mit seiner warmherzigen Art und seinen Tipps wirklich geholfen hat.

Mit welchem Jurymitglied verstehen Sie sich am besten?

Tall: Nat�rlich gab es zu Beginn “Team Bohlen und Darnell” und das Team “Burdecki und Tall”, weil wir die Neuen sind. Aber schon nach kurzer Zeit haben wir alle gut zusammen funktioniert, wie ich finde. Wir haben sehr viel gelacht. Froh bin ich dar�ber, dass Bruce und ich so super miteinander klarkamen, denn er sa� zu meiner Rechten ganz au�en und somit war ich oftmals sein Anspielpartner und umgekehrt.

Es wurde berichtet, dass Ihnen bei einem Auftritt die Tr�nen kamen. Was war das f�r ein Moment?

Tall: Tats�chlich hat mich ein Act emotional so ber�hrt, dass ich geweint habe: Ein Geh�rl�ser hat f�r uns in Geb�rdensprache “Weinst du, oder ist das der Regen?” von Echt gesungen. Es hat drei Sekunden gedauert, da hatte ich G�nsehaut am ganzen K�rper und dann merkte ich, wie mir das Wasser in die Augen schoss. Ich habe noch kurz gedacht: “Wie kann ich es verhindern?”, doch dann habe ich es einfach laufen lassen. Ich habe so geheult, dass ich nicht mal mehr mein Juryurteil richtig abgeben konnte.

War es komisch f�r Sie, Gef�hle zu zeigen?

Tall: An sich habe ich kein Problem damit, Gef�hle zu zeigen. Aber vor Kameras ist das nat�rlich noch mal was anderes. Ich kann gar nicht genau benennen, was mich da so getoucht hat. Aber die Message von ihm war einfach cool: “Ich kann alles schaffen. Ich kann zwar nicht h�ren, doch sonst kann ich alles machen und erreichen.” Da sieht man, was man f�r eine Kraft in sich haben kann, wenn man nur m�chte.

Welches versteckte Talent schlummert in Ihnen?

Tall: Ich halte mich f�r einen mittelm��igen Zauberer. Bereits mit zehn Jahren habe ich in der Klasse Kartentricks gezeigt. Auch die Ehrlich Brothers gucke ich gerne und freue mich, wenn Zauberer beim “Supertalent” sind. Zudem tanze ich gerne, aber “gerne tanzen” ist kein Talent, ich m�sste gut tanzen – also habe ich auch kein Talent, was das angeht… Ansonsten spiele ich ganz gut Golf und sp�testens jetzt hat keiner mehr Lust auf dieses Interview…(lacht).

Sie haben k�rzlich auf Instagram offenbart, dass sie k�rperlich und psychisch an Ihre Grenzen gesto�en sind und sich eine Auszeit genommen haben. Wie kam es dazu und wie laden Sie sich wieder auf?

Tall: Corona hat die Kulturbranche hart getroffen. W�hrend dieser Zeit bin ich zum Nachdenken gekommen und habe festgestellt, dass ich die vergangenen Jahre im �bertragenen Sinne permanent geflogen bin, ohne einmal zwischenzulanden. Das fordert seinen Tribut. Der Song von Capital Bra “Einsam an der Spitze” beschreibt es sehr gut. Ich m�chte nun versuchen, Dinge noch bewusster anzugehen und auch ab und zu durchzuatmen.

Die Corona-Krise hat Comedians hart getroffen, Live-Auftritte sind so gut wie nicht m�glich. Wie gehen Sie damit um und was w�nschen Sie sich f�r die Branche?

Tall: Ich hatte meine neue Tour “Sch�nheit braucht Platz” gerade erst begonnen, als das Auftrittsverbot kam. Das hat mein Team und mich schon ganz sch�n getroffen. An so einer Tour h�ngen so viele Menschen und Jobs. Ich selbst komme finanziell gut durch, da ich noch immer etwas Fernsehen machen darf. Aber f�r die Veranstalter, Techniker, Booker, Agenturen, Caterer, Reinigungsleute etc. ist das schon nahe an einer Katastrophe.

Dennoch versuchen wir, das Beste daraus zu machen. So viele Veranstalter bieten schl�ssige Hygienekonzepte an und ich hoffe, dass die Bev�lkerung mit Abstand, Maske, Zugewandtheit und Vertrauen auch weiterhin Comedy genie�en wird.

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