"Die Höhle der Löwen" 2021: Dieses Produkt hatten die DHDL-Löwen zum Fressen gern

Kann man typischen Oma-Kuchen überhaupt neu erfinden und noch leckerer machen? In der zweiten neuen „Die Höhle der Löwen“-Folgen setzten zwei resolute Küchen-Freundinnen auf die Zuckerschock-Taktik. Und die ging voll auf: Sie löste hitzige Bieter-Gefechte der Schleckermaul-„Löwen“ aus.

Tatsächlich irgendwie „funny“ und vor allem erfrischend und süß war der Auftritt von Gisela Hüsges-Schnabel (61) und Sabine Kämper (58) aus Monheim: Zwei Freundinnen, die offenbar schon seit längerem durch dick und dünn gehen – und für die ein Leben ohne köstliche Backwaren nicht vorstellbar ist.

DHDL 2021: Kuchenfüllung Back’o’funny verzückt die Investoren

So kamen die Gründerinnen, die putzig verkleidet als Backfeen in Pink in die Löwen-Arena rauschten, auf eine Firmenidee, die es in sich hat: Das Geheimnis von BACK’O’FUNNY ist eine Kuchen-Füllung. Und zwar eine absolut neuartige, wie die Damen, denen man einfach alles glauben wollte, aus tiefster Überzeugung versicherten. „Wir haben Kuchen auf eine Art gezaubert, die es bisher noch nicht gab“, lautet ihr selbstbewusstes Produktversprechen.

Tatsächlich: BACK’O’FUNNY steht für eine hitze- und kältebeständige Creme, die Sabine und Gisela im Spritzbeutel verkaufen, sodass sie direkt als Kuchen- oder Tortenschicht eingefüllt werden kann. Alternativ lassen sich aus der süßen Creme auch Desserts kreieren. „Das muss Sünde pur sein“, säuselte Backfee Sabine – und wischte alle Bedenken der Kalorienbewussten schnell mal vom Küchentisch.

„Die Höhle der Löwen“: Investoren schmelzen bei süßer Leckerei dahin

Womit sie punktete, ist die Einfachheit des Konzepts. Von einer „Gelinggarantie“ sprachen die Gründerinnen sogar vollmundig. Und die Löwen? Die reagierten, wie es die beiden Feen-Freundinnen vorhergesagt hatten. „Wenn wir die Löwen füttern, werden sie schnurren wie die Kätzchen.“ Beim Verkosten der Creme-Kreationen ging ein genussvolles Stöhnen durch die Runde. „Ich bin total geflasht“, schnurrte der Investoren-Löwe Ralf Dümmel. „Ich habe alles aufgegessen.“

Kein Wunder, dass der Experte für Konsumenten-nahe Produkte, die sich gut in Supermärkten verkaufen lassen, vom BACK’O’FUNNY-Konzept begeistert war. Dümmel leckte sich schon die Lippen – vor allem, weil das Angebot der beiden Gründerinnen verführerisch günstig wirkte. Lediglich 33.000 Euro für ein 33-Prozent-Kuchenstück am Unternehmen wollten die Freundinnen Sabine und Gisela haben. „Wir brauchen das Geld für neue Flügel“, himmelten die Feen die Investoren an. „Wir wollen gerne noch ein bisschen höher fliegen.“

Investoren-Duell um die Back-Omis

Es war die Mischung aus einem überzeugenden Produkt und einer wirklich zuckersüßen Vorstellung, die voll aufging. „Sie sind nicht nur als Backprofis, sondern auch als Showprofis aufgefallen“, lobte etwa Georg Kofler die Gründerinnen. Er ließ sich den Kuchen gut schmecken, schleckte sogar noch einmal direkt aus der Spritzdüse, rang sich dann aber doch eine Absage ab. „Backen ist nicht mein Feld“, so Kofler. Eine Zurückweisung, die ihm sichtlich leid tat, kam auch von Carsten Maschmeyer, der ebenfalls beherzt zugegriffen hatte. Allerdings: Er hat schon in eine ähnliche Kuchen-Idee investiert und muss seinen Back-Omis treu bleiben.

Dagegen legte sich – nachdem Ralf Dümmel zunächst forsch mit einem Kaufangebot vorgeprescht war – dann auch noch Investor Nils Glagau voll ins Zeug. „Ihr habt uns den Tag versüßt“, umgarnte er die Feen. Auch er interessierte sich für die „herrlichen 33 Prozent“, wie er sagte. BACK’O’FUNNY möchte er „direkt ins Herz der Endverbraucher“ bringen. Gisela und Sabine konnten ihr Glück gar nicht glauben: Zwei Investoren hatten sich festgeschleckt.

„Jetzt dreht sich der Pitch“, erklärte ihnen Carsten Maschmeyer die Situation. „Jetzt pitchen die Löwen um Sie“. Dümmel oder Glagau? Wie entscheiden? Hinter der Bühne sah man, wie sich die Freundinnen aufgeregt in eine Geheimbesprechung vertieften. Lange blieb unklar, wohin das Pendel ausschlägt. „Ich nehme die eine Fee, Ralf die andere“, schlug Nils Glagau vor.

Dann wurden sie erlöst: Sabine und Gisela hatten sich zu einer guten Bauchentscheidung durchgerungen: Sie gehen mit Ralf Dümmel – und das ganz sicher in eine vielversprechende Unternehmerinnen-Zukunft! Glückwunsch, möchte man ihnen zurufen. Oder doch vielleicht sogar: „Ja, lecko Funny“, wie es dem sichtlich mitfiebernden Moderator Amiaz Habtu entfuhr.

Hoch die Tassen! Vom Schnaps, der es wirklich in sich hat

Kein Wunder, dass die Naschkatzen nach dem geschmackvollen Auftakt in die Show später auch gleich beim zweiten kulinarischen Gründer-Paar wieder ganz eifrig bei der Sache waren. Die beiden gelernten Köche Finn Geldermann (32) und Jan Weigelt (31) kredenzten den Löwen mit „CO’PS“ einen kräftigen, eigenentwickelten Kaffee-Schnaps, der in der Gastro-Szene für Furore sorgen könnte.

Immerhin ist es ein Getränk, das zwei Geschmackserlebnisse in sich vereint. „Der erste Kurze, der die Nacht aufhellt und den Morgen kultiviert“, meinten die Schnaps-Erfinder. Und damit trafen sie einen Nerv. „Das wird so eine Art Jägermeister“, jubelte Nils Glagau.

Er war es auch, der schon wieder mitten im Investoren-Wettbieten steckte. 100.000 Euro für 20 Prozent der Firmenanteile wollten die CO’PS-Gründer haben. Und um einen Zuschlag kämpften dann sogar gleich drei Löwen: Nils Glagau, Dagmar Wöhrl und – erneut – Ralf Dümmel. Diesmal sorgte das Schicksal für einen gnädigen Ausgleich: Als Schnaps-Investor steigt Nils Glagau ein. Er hat selbst früher in Bars und Clubs gearbeitet – und Kaffee-Kurze schmecken ihm.

Zweimal Enttäuschung auf ganzer Linie: Insektenstich-Erfindung und Boxsack stinken bei DHDL ab

Vielleicht lag’s an den gut gefüllten Mägen der Löwen, dass die weiteren Präsentationen der Montagabendshow diesmal keine allzu guten Karten hatten. Komplett ohne Investoren mussten die vier Jung-Ingenieure abziehen, die mit ihrer wenig originellen Anti-Mückenstich-Lösung „heat_it“ keinen Stich machten. Viele Sympathiepunkte sammelte Lena Ahmadi Khouki mit ihren edlen, Kork-beschichteten „Khou Khii“-Boxsäcken ein. Doch ihr Produkt war dann doch zu speziell – und viel zu teuer. Auch sie machte keinen Löwen-Deal.

Blieb zum Schluss noch etwas sehr Spezielles – aber immerhin ein Schnäppchen für Ralf Dümmel: Er will zusammen mit den Brüdern Patrick und Dominik Schmalzried eine superschnelle Computer-Maus unter dem ungewöhnlichen Markennamen „Zaunkönig“ zum Erfolg führen. Zumindest die auf Speed getrimmten Gamer der boomenden E-Sport-Szene dürften da Interesse zeigen. So richtig „lecker“ war das Produkt aber dann doch nicht. Dieses Feld gehörte diesmal den Feen!

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