(Fast) alle gegen Emmy: Bei "Promi Big Brother" spitzt sich die Lage zu

Die Container-Bewohner haben sich auf einen Sündenbock eingeschossen: Emmy. Die bekam dann aber doch Unterstützung – allerdings von unerwarteter Stelle. © 1&1 Mail & Media/teleschau

"Es war alles so harmonisch – und jetzt am Ende wird alles so hässlich!", sagte "Promi Big Brother"-Barbie Emmy Russ (21), weinte und war fassungslos. "Personen, die ich am meisten mochte, wenden sich ab." Kurz vorm Finale der SAT.1-Show wurde der Ton tatsächlich rauer. Im Kreuzfeuer der Kritik stand die Blondine diesmal nicht allein wegen ihrer Freizügigkeit. © SAT.1
Doch auch die Freizügigkeit war natürlich wieder Thema. Ausgerechnet Werner Hansch (82), mit dem sie sich eigentlich immer gut verstanden hatte, ging besonders hart mit Emmy ins Gericht – so hart, dass Ballermann-Sänger Ikke Hüftgold und Dragqueen Katy Bähm peinlich berührt ihre Hoodies und Muckiman Mischa Mayer das Hemd über die Köpfe zogen. © SAT.1
Wenn sie ihre "Böllerchen" so präsentiere, dass sie "fast aus der Fassung fallen", könne sie sich sicher sein, dass viele Männer sich danach, nun ja, mit sich selbst vergnügten. (Er wählte explizitere Worte.) Das Einzige, was sie "von Männern kenne, ist halt das Sexuelle", bestätigte Emmy Simone Mecky-Ballack später während eines Zwiegesprächs. © SAT.1
Ihr Vater wolle mit der Familie nichts mehr zu tun haben, auch andere männliche Bezugspersonen fehlten. Simone: "Jetzt kann ich dich'n bisschen verstehen." "Eine Art Hilfeschrei" sah sie in Emmys Art, und auch für Ikke war Emmy ein "armes Kind". Besonders schockierte ihn ihre Reaktion auf Werners Ansage: "Emmy hat das wieder als Lob aufgenommen." © SAT.1
Ihn störte allerdings noch etwas: Emmys angebliche Faulheit: "Du kriegst den Ar… hier so hinterhergetragen, und du siehst es nicht!" Ungerecht, fand neben Emmy selbst auch Kathy Kelly: "Ich musste richtig kämpfen, hier auch zu putzen, sie hat alles selber gemacht!" Auch sonst fand die Musikerin: "Die Frau ist der Hammer! War immer souverän." © SAT.1
Auch bei Katy ohne h fand Emmy Trost. Zwar war Katy Bähm nicht ganz unkritisch, wunderte sich aber dennoch: "Seit drei Wochen hält Emmy ihre T…en in die Kamera, warum stört es Ikke jetzt?" Verzweifelt weinte Emmy sich bei Katy aus und fragte: "Warum werd ich denn angekackt von allen Seiten? Und ständig nominiert?" Katy hatte da eine Vermutung.© SAT.1
"Es gibt halt Leute, die fangen irgendwann an, strategisch zu nominieren. Die Leute werden immer heftiger, das merken wir ja auch alle." Emmy stimmte nachdenklich zu: "Alle denken nur noch an den Sieg und wollen mit allen Mitteln weiterkommen." – "Eben", versuchte Katy Emmy auzumuntern. Diese werde nominiert, weil sie "'ne starke Konkurrenz" sei. © SAT.1
Eine starke Konkurrenz mag auch Katy selbst sein, ein starker Schnellshopper dagegen nicht. Die Regeln beim 30-Sekunden-Einkauf im "Knusperhäuschen" alias PENNY-Markt verstand er nicht so ganz, was zur Folge hatte, dass er einen Großteil des 5-Euro-Essens-Budgets nicht einsetzen konnte und lediglich mit Milch und Tomatenmark zurückkehrte. © SAT.1
Die anderen nahmen's zum Glück gelassen, denn vermasselt hatte jeder von ihnen schon mal was. Etwa eine Buchstabier-Challenge, bei der Werner das Fazit zog: "Ich will mal so sagen: Wir waren schwach." Auch der Auftakt des "Männer gegen Frauen"-Duells im Studio verlief nur mäßig. © SAT.1
Simone und Emmy konnten in der vorgegebenen Zeit lediglich einen der vorgetragenen Märchensätze zusammentragen und der richtigen Bewohnerin (Simone selbst) zuordnen. Katy und Mischa Mayer schlugen sich besser und gewannen (hier mit einem Ikke-Satz). Der Lohn: Jeder Mann bekam bei der Nominierung am Ende doppeltes Stimmrecht! Doch das wurde den Bewohnern zunächst nicht verraten. © SAT.1
Erst stand die "Stunde der Wahrheit" an, bei der die Kandidaten Videos zu sehen bekamen, die ihre Mitbewohner beim Lästern zeigten. Traditionell birgt das großes Zoff-Potenzial, dementsprechend aufgekratzt war auch die Stimmung. Erneut wurde Emmy von Werner enttäuscht, der hinter ihren "schmalen Stofffetzen keine anderen Werte mehr erkennen kann". © SAT.1
Katy wurde dagegen damit konfrontiert, dass seine Mitbewohner manchmal ganz schön genervt von seiner exaltierten, aufbrausenden Art waren und dass er laut Emmy manchmal "ein bisschen die Kontrolle über ihr egoistisches Dasein" verliere. Den Satz kann man mal kurz sacken lassen, Emmy-Deutsch vom Feinsten. © SAT.1
Insgesamt aber waren die sieben verbliebenen Kandidaten am Ende der großen Offenbarungen eher erleichtert: "Wann kommt der Hammer? Ich hätt' Schlimmeres erwartet, das haben wir uns doch alles schon gesagt", fasste es Simone zusammen, nachdem sie unter anderem zu hören bekommen hatte, wie Kathy ihr unterstellte, manchmal ein wenig zu provozieren. © SAT.1
Einfluss auf die anschließende Nominierung hatten die Enthüllungen kaum. Nur Emmy, die "keine Ahnung" hatte, wen sie nennen sollte, da man "grad noch voll die Versöhnung" gefeiert hatte, entschied sich angesichts Werners harter Worte für den Senior, von dem sie "am meisten enttäuscht" war. Dass sie selbst wieder auf der Liste landen würde, … © SAT.1
… war ihr ebenso klar wie Simone. Und das, obwohl Ikke ihr diesmal keine Stimme gab. Aus schlechtem Gewissen, wie er bekannte: "Normalerweise hätte ich ja Emmy nominiert, aber die hat zwei Tage von mir so eine gekloppt bekommen. War vielleicht auch bisschen überzogen." Zittern musste das PBB-Küken trotzdem und mit ihr die Dreifach-Mama. © SAT.1
Die Verabschiedung von ihren "Promi Big Brother"-Genossen war herzlich, aber nicht übertrieben emotional. Simone nahm die Entscheidung augenscheinlich ziemlich gelassen hin und freute sich, wie sie auf Nachfrage von Moderatorin Marlene Lufen bestätigte, nun auf "ein Weinschörlchen". © SAT.1
Mit einem extrem knappen Voting – kurz bevor die letzten 90 Sekunden angezählt wurden, lag der Stand bei 50,98 zu 49,02 Prozent -, wählten die Zuschauer schließlich die Dreifach-Mama in die Freiheit, die damit recht behalten sollte, hatte sie zu Beginn der Folge doch in Anspielung auf Emmy noch orakelt: "Brüste bleiben immer bis am Schluss." © SAT.1
Quelle: Lesen Sie Vollen Artikel