GNTM-Lieselotte im Interview – 66-Jährige verrät: Darum tickt sie anders als ihre Mitstreiterinnen

Lieselotte ist die älteste Kandidatin, die jemals bei „Germany’s Next Topmodel“ an den Start gegangen ist. Das sogenannte Best-Ager-Model hat es mittlerweile in die Top 10 geschafft. Wir haben mit der 66-Jährigen über Heidi Klum gesprochen, worauf sie bei GNTM am liebsten verzichtet hätte und warum ein Sieg beim Model-Casting eigentlich eine Nummer zu groß für sie ist.

Lieselotte, warum werden Sie Germany’s Next Topmodel?

GNTM-Kandidatin Lieselotte: Ich habe nie einen Gedanken daran verschwendet, GNTM werden zu wollen. Dies ist eine Nummer zu groß für mich und widerspricht meiner Bescheidenheit. Für mich ist dabei sein alles und in jeder Runde das Beste zu geben.

Wie haben Sie Heidi Klum erlebt?

Ich mag Heidi Klum sehr. Sie ist nicht nur äußerlich schön, sondern auch von innen. Sie ist humorvoll, professionell, hat ein warmes Herz und hält die Fäden in der Hand.

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Lieselotte: Darauf hätte sie gerne verzichtet

Gibt es etwas, worauf Sie bei GNTM gerne verzichtet hätten?

Ja, auf das Bodypainting-Shooting hätte ich gern verzichtet. Ich habe es aber nicht bereut. Das Foto ist nicht anzüglich, es ist sportlich und gleicht einer Bronzefigur.

Es kam auch zu Konflikten in der Gruppe, etwa als Ihre Mitkandidatin Lou-Anne Ihnen riet, Ihren Platz bei GNTM aufzugeben, sollten Sie nicht voll dahinterstehen. Wie hat diese Kritik auf Sie gewirkt?

Die Kritik der anderen Kandidatinnen, ich solle doch den Platz freimachen und ich würde meine Teilnahme nicht ernst nehmen, hat mich unterschwellig immer begleitet und verletzt. Ich sah aber keinen Grund, mich bei den Mitkandidatinnen erklären zu müssen, solange man mich nicht offen zur Sache fragt. Nur als ich direkt angegriffen wurde in der Diskussion am Tisch, wollte ich mich wehren. Ich reflektierte natürlich, warum die Mitkandidatinnen diese Einschätzung meiner Person vertreten wollten und dann zwei junge Frauen in den Angriffsmodus gingen. Deshalb hat mich am Ende nur der Ton und die Art der Diskussion gestört. Viola und ich waren die zwei Kandidatinnen, die in der Villa extrem fleißig das Laufen geübt hatten. Es war auch der sichtbare Beweis dafür, wie ernst ich GNTM nehme. Hinzu kommt, dass ich den Musikerhumor in mir habe, der komplett anders ist. Die Kandidatinnen konnten auch mein Mitgefühl nicht deuten. Der Satz von mir „Ach, hätte ICH doch besser gehen müssen“ war der Tatsache geschuldet, dass mir die jungen Models unendlich leidtun, wenn sie vor mir ausscheiden. Unterm Strich war also nicht der Altersunterschied Grund mich, mich gelegentlich zurückzuziehen, sondern, dass ich so anders ticke als meine Mitstreiterinnen.

Sie sind ein sogenanntes Best-Ager-Model, sind 66 Jahre alt und erwähnen das auch immer wieder. Wie wichtig ist es für Sie, in Ihrem Alter bei GNTM dabei zu sein?

Ich muss sagen, dass ich für meinen Mut stolz auf mich bin. Na klar muss man dann auch Neid und Häme aushalten. Es ist für Heidi kein leichter Job, eine 66-Jährige mit 50 Jahre jüngeren Models vergleichen und beurteilen zu müssen. Es ist eine Gratwanderung, aber sie macht das großartig!

Heidi Klum hat Sie in Ihrer Leistung immer wieder kritisiert, gerade auf dem Laufsteg. Wie sind Sie mit dieser Kritik umgegangen?

Heidis Kritik war zwei Mal sehr hart und ich habe mich geschämt. Aber wenn Heidi kritisiert, hat sie recht. Vielleicht war sie auch gerade besonders enttäuscht von mir (und speziell von meinen Posen), weil es ja auch ihre Botschaft ist, dass es auch ältere Frauen gibt, die sich nicht verstecken müssen und gern modische Kleidung tragen sollen. Ich hätte Hilfe gebraucht, hinter den Kulissen, um das Präsentieren eines Kleides passend und altersgerecht rüberzubringen. Ich bin absolute Anfängerin auf dem Gebiet des Modelns und wollte Heidi trotzdem stolz machen, obwohl mir das anfangs nicht immer gelungen ist.

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„Das fände ich übergriffig“

Wem gönnen Sie den Sieg am meisten (außer sich selbst)?

Ich möchte mich dazu nicht äußern. Das fände ich übergriffig. Das kann nur Heidi einschätzen.

Schauen Sie sich alle GNTM-Folgen an?

Ja, ich schaue mir alle Folgen an und hätte mir gewünscht, dass ich mich besser auf die Teilnahme bei GNTM vorbereitet hätte – durch Lauftraining und professionelle Hilfe.

Wer war Ihre Lieblings-Gastjurorin oder Ihr Lieblings-Gastjuror?

Oh, die Designer waren mir immer irgendwie wohlgesonnen. Ich glaube, sie mochten mich als Person. Dabei schenkten sie mir immer ein nachsichtiges Lächeln, auch wenn meine Pose merkwürdig war.

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