Jennifer Coolidge: "Habe mich nie von der Trauer erholt"

Ende der Neunziger wurde sie mit der Teeniekomödie “American Pie” als Stifler’s Mom zum Star. Jennifer Coolidge selbst hat ihre Mutter früh verloren und ihren Tod bis heute nicht verarbeitet, wie sie t-online erzählt.

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Aktuell ist die 60-Jährige in der neuen Serie “The White Lotus”, die immer montags um 20.15 Uhr auf Sky Ticket läuft oder über Sky Q erhältlich ist, zu sehen. Als Tanya McQuoid flüchtet sie in ein hawaiianisches Luxusresort, um sich mit dem Tod ihrer Mutter auseinanderzusetzen.

Jennifer Coolidge ist aktuell in der Serie “The White Lotus” bei Sky zu sehen. (Quelle: IMAGO / ZUMA Wire)

Eine Rolle, mit der sich Jennifer Coolidge sehr gut identifizieren kann, denn auch sie hat schwer mit dem Verlust ihrer Mutter zu kämpfen. “Sie ging viel zu früh von dieser Welt und ich glaube, ich habe ihren Tod bis heute nicht überwunden”, offenbart die Schauspielerin im Gespräch mit t-online und erinnert sich: “Für mich kam das alles sehr unerwartet. Bei ihr wurde Krebs diagnostiziert und keine sieben Monate später war sie nicht mehr bei uns.”

“Ich hatte keine Energie mehr für nichts”

Als junge Frau habe die das damals extrem geprägt und verändert. “Der Tod hat zuvor keine Rolle für mich gespielt und ich war dementsprechend unvorbereitet. Ich war fast zwei Jahre lang nur noch im Schlafanzug anzutreffen, weil ich keine Energie mehr für nichts hatte”, gibt der Hollywoodstar zu.

Vor allem die Corona-Pandemie habe alles noch einmal hochkommen lassen, denn sie “war wie alle anderen Menschen in meinem Haus eingesperrt und hatte sehr viel Zeit, mich all meinen inneren Dämonen zu stellen. Ich habe viele Nächte lang über meine Mutter und ihr Schicksal nachgedacht.” Selbst so viele Jahre später sei “der Kummer bei mir noch derselbe. Ich habe mich nie von der Trauer erholt”, so Jennifer Coolidge.

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Daher sei es relativ leicht für sie gewesen, sich in die Rolle von Tanya hineinzuversetzen. Auch wenn sie zunächst “enorm viel Angst” gehabt habe, bei der Serie mitspielen. “Sonst bin ich nur in klassischen Komödien zu sehen, doch ‘The White Lotus’ ist etwas völlig anderes. Im Endeffekt bin ich aber froh, dass sich die Macher dazu entschieden haben, das Thema Tod und Trauer in den Fokus meiner Figur zu stellen. Ich habe dennoch versucht, mich auf das Positive zu konzentrieren, damit es privat nicht zu schmerzhaft für mich ist.”

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